Wettbewerbsteilnehmer Kurzsuechtig 2014

Animation

  • 1813 – Gott mit uns

    2013, Regie: Schwarwel

    „1813 – Gott mit uns“ ist ein Zeichentrick-Kurzfilm-Projekt, das sich anlässlich der 200. Jährung der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 2013 mit dieser bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts größten und verlustreichsten Schlacht und deren Folgen für Europa, die Machtverhältnisse in Europa und der Welt und vor allem mit den Menschen, die in diesen Konflikt verwickelt waren und wurden, auseinandersetzt.

    Im Zentrum des Films steht der 18. Oktober 1813, der Tag, an dem der selbsternannte französische Kaiser Napoleon Bonaparte die Entscheidungsschlacht um die Befreiungs- bzw. Freiheitskriege in Europa als für sich und für seine Besatzungsmacht Frankreich verloren erkennen musste, nachdem er zwei Tage zuvor in einer Fehleinschätzung der Lage bereits die Siegesglocken in Leipzig läuten ließ.

    Allegorisch werden verschiedene Einzelschicksale dieses Tages zu einem Erzählteppich verwoben, der sich zu den Klängen des 3. Satzes von Beethovens 3. Sinfonie, der „Eroica“, als metaphorisches Panorama über Krieg und Leiden vor dem Betrachter entfaltet.

    Ludwig van Beethoven widmete die 3. Sinfonie (1803/1804) zunächst dem für seinen scheinbaren Kampf um die Durchsetzung der Ideale der Französische Revolution – „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ – kämpfenden französischen Herrscher Napoleon, zog diese Widmung jedoch 1806 wütend zurück, als Napoleon sich selbst zum Kaiser krönte und somit in Beethovens Augen die bisherigen Erfolge einer weiteren tyrannischen Machtsucht opferte.

    Wir verfolgen die Schicksale eines Seyfertshainer Pfarrers, einer französischen Marketenderin, eines russischen Kosaken, eines österreichischen Kanoniers, des Totengräbers der Johannisgemeinde, eines preußischen Chirurgen, eines französischen Veteranen des Russlandfeldzuges, einer Leipziger Witwe und deren vier Kindern, eines italienischen Offiziers … Nicht zuletzt erleben wir auch die kriegführenden Staatsoberhäupter und ihre Generäle, die einer Schlacht beiwohnen, die eine halbe Milliarde Soldaten und Abertausende Menschen aus der Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft zieht.

    „1813 – Gott mit uns“ des gebürtigen Leipziger Trickfilmmachers und Art Directors Schwarwel und des in Leipzig beheimateten Studios Glücklicher Montag mit seiner Produzentin Sandra Strauß ist ein vollanimierter Film gegen den Krieg und für das Miteinander, der mit einer klaren, expressiven Bildsprache und unter Verzicht auf Dialoge die notwendige Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Gewalt-herrschaft und dem damit einhergehenden Leid einfordert. Themen, die auch im heutigen Europa und in der heutigen Welt nach wie vor hochaktuell sind und denen wir durch gegenseitiges Verstehen, Mitgefühl und Anteilnahme begegnen können.
  • 55 frames

    2014, Regie: Benjamin Zeising

    Die Geschichte eines Punktes: 55 frames ist eine freie Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des einfachen Animationsfilms.
  • A racers sketchbook

    2013, Regie: Falk Schuster

    Dieser animierte Kurzfilm lässt ein packendes Autorennen aus dem
    Jahre 1937 wiederauferstehen. Inspiriert von den im
    Skizzenbuch festgehaltenen fiktiven Erinnerungen eines jungen
    Mechanikers wurden mit diesem Werk seine Zeichnungen
    in Bewegung gesetzt. Spannende Zweikämpfe, jubelnde
    Fans und laute Motoren sind nur ein kleiner Teil dieses
    Gran-Prix-Erlebnisses. Im Mittelpunkt der damaligen
    Rennboliden steht der Mercedes Silberpfeil W125.
  • Daphne

    2014, Regie: Laura Nunez

    Daphne ist eine Mischung aus Realbildern und Zeichentrick. Es basiert auf dem griechischen Mythos von Daphne und Apollo. Daphne tanzt (Halasaori) tanzt solange bis die Hände von Apollo auftauchen. Die Zweige, die ihn repräsentieren, verhindern den Tanz von Daphne und verursachen ihre Metarmophose.
  • Ein Spiel

    2014, Regie: Mona Keil

    Spaziergang durch die Großstadt. Leuchtreklame und Plakate ueberall - visuelle Reize die auf uns eindringen, uns angreifen.
    Warum nicht einfach mal die Scharfsicht ausschalten und die Schoenheit der Unschaerfe genießen?
  • essen – stück mit aufblick

    2013, Regie: Peter Böving

    In einer Pathologie wird eine übergewichtige Frauenleiche
    aus dem Kühlfach gezogen und zur Obduktion aufgebahrt.
    Zeitgleich wird eine Lautpoesie von Ernst Jandl sichtbar,
    dessen Sinn sich erst einmal nicht erschließt.
    Als schließlich die Obduktion beginnt,
    wird Jandls Poem nicht nur in Klang und Sinn erfahrbar gemacht,
    sondern prägnant auch dessen Witz seziert.
    Peter Böving geht noch einen Schritt weiter,
    indem er diesem Gedicht einen lückenlosen
    Kriminalfall entlockt – scharfsinnig und skurril!
  • Kaleidoskop

    2012, Regie: Juliane Kuhnt

    Das Leben ist eine Reise. Man verändert sich mit jedem Schritt und in jeder Etappe des Lebens.
    Letztendlich bleibt man aber ein und die selbe Person und alle Persönlichkeiten finden sich in dem selben Haus wieder. Anhand eines kleinen Zahns, der in einen Tagtraum gerät, erzähle ich ein Stück meiner Reise.
  • Liebling

    2013, Regie: Izabela Plucinska

    What is memory loss? In the labyrinth of fear, a stranger becomes a close person and home turns into a trap. Groping her way down the track of familiar objects and shapes, the character is trying to go back to the life that used to be her own. This latest clay animation from Izabela Pluci?ska is a captivating picture of the feeling of being lost and alienated and an attempt at putting the pieces that fail to fit together into a whole.
  • Many a time

    2014, Regie: Andreas Hell

    Mancherorts wird eine Reise zu einem Traum, und plötzlich besteht die Möglichkeit sich in die Luft zu schwingen.
  • Pinocchios Pubertäre Träume

    2013, Regie: Murat Haschu

    Im Mittelpunkt des Animationsfilmes steht ein einsamer und in der heutigen Zeit lebender Pinocchio, der erwachsen wird und beginnt, sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Allerdings steht ihm dabei immer wieder seine Nase im Weg.

Dokumentation

  • blaubeeren - cerne jagody

    2013, Regie: Maja Nagel, Julius Günzel

    de:
    Ein poetischer Dokumentarfilm über das Blaubeersammeln und das Verschwinden einer ganzen Region. Er erzählt die Geschichte von Edith und Christian Penk sowie dem Dorf Rohne, das inmitten der Muskauer Heide, einem Naturpark in der Lausitz, liegt. Die Menschen dieses Landstriches leben seit jeher im Einklang mit der Natur und ihren sorbischen Traditionen. Doch nach und nach verschwinden die Wälder durch den Braunkohletagebau und mit ihnen die Dörfer und Menschen.

    en:
    A poetic documentary about collecting blueberries and the disappearance of a whole region.
    It’s the story of Edith and Christian Penk from the village of Rohne, situated in the middle of Muskauer Heide, a nature preserve in Lusatia. The inhabitants of this region have always lived in harmony with nature and their Sorbian traditions. But the forests are gradually displaced by open cast coal mining and the villages and people are following them.
  • Fuchs und Walter

    2012, Regie: Aline Fischer

    Mario und Walter, ein ungleiches Paar. Der eine spricht, der Andere schweigt.
    Wenn ich sie sehe, denke ich an zwei Charaktere aus Steinbecks Roman
    « von Mäusen und Menschen ».
    Walter, ist der jenige, der alles regelt, der Mario bestimmt.
  • Neununddreißig

    2014, Regie: Patrick Richter & Jessy Asmus

    Neununddreißig ist die Geschichte eines Mädchens, das nicht weiß, wie es aussieht. Ihr Leiden wird zur Belastung für ihre Familie. Der Versuch ihr zu helfen, verschlechtert ihren Zustand. Der Film ist ein persönliches Portrait eines Zustands zwischen Verzweiflung und Hoffnung.
  • Repräsent

    2013, Regie: Leonore Kasper

    Der Film repräsent verdeutlicht die grundsätzliche Voreingenommenheit von dokumentarischer und künstlerischer Filmarbeit. Am Beispiel einzelner Vertreter einer Romafamilie setzt sich ein Puzzle zusammen, das von vornherein unvollständig bleiben muss.
  • rotation

    2012, Regie: Ginan Seidl, Clara Wieck

    Eine Pole-Tänzerin und eine rhythmische Sportgymnastin ertanzen sich die Bühne der jeweils anderen. In einer experimentellen Versuchsanordnung erkundet „rotation“ das wechselseitige Verhältnis zwischen Körper, Tanz und Raum.
  • »Wie ein beschlagener Spiegel«

    2012, Regie: Julia Hermesmeyer

    Makuladegeneration - Reflexion einer lebensverändernden Erkrankung. Bei jeder Krankheit, die lebensverändernd ist, steht neben der medizinischen Behandlung vor allem die psychische Verarbeitung im Vordergrund.
    Wie geht man mit einer solchen Erkrankung um? Wie ändert sich das Leben? Was für Schwierigkeiten bereitet
    einem die Krankheit? Gibt es Situationen, die einen trotz der Krankheit zum Schmunzeln bringen?
    Wie lernt man sein Leben so zu gestalten, dass man trotzdem selbstbestimmt lebt und sogar Neues dazu lernt?
    Bilder und Gedanken aus dem Alltag von zwei Personen die an der Makuladegeneration erkrankt sind.

Fiktion

  • Ballade vom Aufbruch

    2014, Regie: Steve Bache

    Ein trüber Morgen im Ost-Deutschland der 80er Jahre.
    Die Momentaufnahme einer jungen Frau, die endlich aus ihrem Elternhaus fliehen will, und einer Mutter, die sich ihr in den Weg stellt und versucht mit allen Mitteln aufzuhalten ...
  • Camouflage

    2013, Regie: Andreas Kessler und Stephan Kämpf

    Während einer Übung im Wald schminken sich zwei Soldaten gegenseitig mit Tarnfarbe. In dieser intimen Situation, in der jedes Zittern des Fingers auf dem Gesicht des anderen spürbar ist, versucht Max die Wahrheit über Christian herauszufinden. Er hat Angst, selbst zum Angriffsziel der Gruppe zu werden, sollte sein bester Freund wirklich schwul sein. Als Max sich mehr und mehr von seiner Umgebung unter Druck gesetzt fühlt, drängt er Christian zu einem Geständnis.
  • Das Blühende Leben

    2013, Regie: Clemens Roth

    Als der verwitwete Fockebernd im Wald einen Baum fällt, findet er im heimatlosen Efeuwesen Waldi einen Freund, der ihm über seine Einsamkeit hinweghilft. Doch schon bald muss Fockebernd feststellen, dass es keinen Sinn hat, sich an einen Moment zu klammern - wie der Efeu an seinen Baum.
  • Dünnes Eis

    2013, Regie: Anne Chlosta

    Arne entdeckt im Nachlass seines Bruders Kinderpornographie. Völlig überfordert verheimlicht Arne den Fund seiner Familie. Als er beim Eishockeytraining seines Sohnes mit einem der Missbrauchsopfer konfrontiert wird, stößt er an seine Grenzen.
  • Entwurzelt

    2013, Regie: Duc Ngo Ngoc

    Die 20-jährige My-Linh erhält nach Jahren endlich die langersehnte unbefristete Aufenthaltsgenehmigung – zur großen Freude ihrer vietnamesischen Familie. Der Vater jedoch verhält sich zunehmend merkwürdig und abwesend. My-Linh kann sich sein Verhalten nicht erklären. Es fällt ihr immer schwerer zu ihrem Vater vorzudringen. Als bei einem nächtlichen Polizeibesuch die Situation eskaliert, offenbart sich sein Geheimnis.
  • HIOB

    2013, Regie: Marco Gadge

    Schatten, das ist alles, was Kommissar Stern sieht. Seit Jahren überbringt er Todesnachrichten und ist dadurch zum Zyniker geworden, doch nun bringt ihn sein neuer Kollege Martin Berger völlig in Verlegenheit.
  • Letzter Wille: Idylle

    2013, Regie: Alice von Gwinner

    „Leben sie nicht nur auf der Erde, werden sie ein Teil von ihr!“
    Mit diesem Leitspruch wirbt die „idyll AG“ für ihre Er- findung. in flüssiger Form eingenommen verwandelt ein Serum den Körper der Person in ihre Traumland- schaft, in ihre Idylle, die Seele bleibt erhalten und ein Lebensabend in Harmonie ist gesichert.
    Die eifrige Angestellte Anja arbeitet im Großraumbü- ro der innovativen Firma. in den Arbeitsabläufen zeigt sich leider das Gegenteil von Modernität. Lochen, Tackern, Briefmarken kleben sind streng getrennte Bereiche, die den Alltag im Büro zu einer Maschinerie der Monotonie machen.
    Ein Arbeitsverzug wird durch Angestelltenentfernung und sofortigen Ersatz geregelt. Anjas Alltag wird nur durch die seltenen Auftritte des Chefs der Firma ver- süßt, doch diese heimliche Schwärmerei ist strengstens unter Verschluss zu halten.
  • SUNNY

    2013, Regie: Barbara Ott

    Hajo denkt nicht lange nach, bevor er jemand anderem die Fresse poliert. Hajo ist 19 und vor einem halben Jahr Vater geworden. Anstatt wie früher mit seinen Freunden eine gute Zeit zu haben, muss er sich nun um seinen Sohn kümmern. Doch Hajo hat keinen Bock mehr die Windeln zu wechseln und Mutter zu spielen. Er will arbeiten und Geld verdienen. Hajo hat einen Plan und bringt sein Kind dabei in größte Gefahr.