Wettbewerbsteilnehmer Kurzsuechtig 2017

Animation

  • Child

    2016, Regie: Iring Freytag, Viktor Stickel, Linus Stetter

    Ein Kind muss seine Hütte verlassen, um Holz für das erloschene Feuer zu beschaffen. Die Suche nach geeignetem Holz wird zur Lebensaufgabe.
  • Eine Villa mit Pinien

    2016, Regie: Jan Koester

    Vogel und Löwe brechen in einer leerstehenden Villa ein, die auf unbekannte Weise vom Verfall verschont bleibt. Dort müssen sie gegen den gefährlichen Sog ankämpfen, selbst zu einem Teil der Villa zu werden. Ein Märchen über die Selbstbefreiung.
  • Ewige Wiederkunft

    2016, Regie: Jörg Weidner, Anke Späth

    Der Philosoph Friedrich Nietzsche erwacht nach seinem Tod im Jahr 1900 in einem Hutladen. In seiner Erinnerung war ihm eigentlich Höheres beschieden. Sein Versuch, sich über sein neues Schicksal zu erheben, scheitert jedoch kläglich.
  • Invasion of Maple Street

    2017, Regie: Jonas Dichelle

    Eine amerikanische Vorstadtstraße in den 60-er Jahren wird Schauplatz einer seltsamen Verwandlung...
  • Mourning

    2016, Regie: Franka Sachse

    Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz - fünf Stadien der Trauer. Aber möglicherweise gibt es gar keine Worte dafür, wie es sich wirklich anfühlt .. und vielleicht erreicht man die Phase der Akzeptanz nie.
    Dieser Film wurde durch Lazas Film „Fasa“ inspiriert. Er ist eine visuelle Antwort, ein Kommentar, eine Meinung in einer
    freimütigen Diskussion zweier Filmemacher.
  • Patata day

    2016, Regie: Peter Böving

    Ein Imbiss wird zum Schauplatz einer lyrischen Performance um den Kartoffelkonsum.
    Während der Deutschen liebste Knolle in all ihren Formen besungen wird,
    schält sich im Hintergrund eine Kontroverse heraus.
    Eine Stopp-Motion-Parabel über das, was in aller Munde ist
    – und trotzdem nur selten im Halse stecken bleibt.
  • PINK CUTS PINK

    2016, Regie: Alma W. Bär

    Ein Mädchen hängt fest in einem Loop bedrückender Glattgekämmtheit bis ihre angestaute Wut sie aus der Passivität ausbrechen lässt. Doch wohin? Ein Ausbruch führt zum nächsten, sie durchläuft verschiedene Stadien ihrer selbst. Wird sie es in die Freiheit schaffen? Zeichentrick trifft auf Knetanimation trifft auf Film.
  • Schattenfuchs

    2015-2016, Regie: Damaris Zielke

    »Schattenfuchs«, erzählt eine Geschichte aus dem Leben von dem kleinen
    Fuchs. Die handgezeichnete Frame-für-Frame Animation in Papieroptik, kombiniert mit einem
    lebhaften, waldlichen Real-Set, soll Vorschulkindern die Waldtiere näher bringen und dabei Lust
    machen, sich mal wieder selber auf Entdeckungstour in den Wald zu begeben.
  • Socks

    2016, Regie: Tristan Weis

    Als eine alte Dame in ihrem düsteren Keller in Not gerät, kommt ihr ein unerwarteter Retter zu Hilfe. Wird ihr neuer Freund auch die restlichen Bösewichte für sie loswerden?
  • Wider Das Vergessen

    2016, Regie: Carsten Lerch

    “Wider Das Vergessen” ist ein animierter Dokumentarfilm über das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. Im 70. Jahr nach dessen Befreiung war es mein Vorhaben, mit diesem Film dem Erinnern und Gedenken eine weitere Facette hinzuzufügen.

    Der Film mischt Originalbilder mit den Zuständen, die man heute dort vorfindet, zeigt wie es damals im direkten Vergleich zu heute aussah, versetzt den Zuschauer immer wieder vor und zurück in der Zeit zwischen den Aufnahmen der Originalbilder und den Bildern, die während meiner Recherche und Stoffsammlung auf dem gesamten Lagergelände 2014/15 entstanden sind. Heute nämlich sind zwei Drittel des Lagerkomplexes komplett mit Wald überwuchert, während das verbliebene Drittel nur noch zum Teil erhalten ist. Der Gesamteindruck von den Ausmaßen des Lagers ist dabei in einer Art verfälscht, dass selbst mir als regelmäßigem Besucher lange Zeit verborgen blieb, wie komplex die Einrichtung des Konzentrationslagers Buchenwald tatsächlich war.

    Dieser Film soll Vergangenes wieder entdeckbar, sichtbar machen.

Dokumentation

  • Alte Kamellen

    2016, Regie: cylixe

    Im Winter 2013 kam mein Vater ins Rentenalter. Sein Leben lang hatte er in der Metzgerei gearbeitet. Er war 3 mal verheiratet, zuletzt mit meiner Mutter, wurde 3 mal geschieden und hat 3 Kinder gezeugt. Seine Welt bestand aus Arbeit, sein Weltbild aus klarer Rollenverteilung. Ein deutscher Mann, Jahrgang 1948 eben. Das alles wurde mit dem Ende seiner beruflichen Karriere in Frage gestellt. Im Film erzählt er von dunklen Gedanken, seiner Angst vor der Welt und panischer Suche nach Sinn. Und von seiner Therapie. Mein Vater ist kein außergewöhnlicher Mann, seine Geschichte nicht einzigartig. Und genau deshalb muss sie erzählt werden. Das Bild des starken, pragmatischen Mannes, definiert durch seine Versorger-Fähigkeit und Gefühlskälte hat eine ganze Generation beeinflusst...
    und deren Kinder. Interviews während einer Reise, einige Fotografie und Einblicke in seinen neuen Alltag zeichnen das Bild eines Stereotyp, um es dann auseinander zu nehmen und hinter die Fassade zu blicken. Es gilt zu erforschen, woher der Mythos Mann kommt, welche prägenden Elemente meinen Vater zu dem machten, an dem er heute verzweifelt und wie er einen Ausweg findet.
    Dieser Film wurde durch Förderung des ersten Villacher Filmstipendiums produziert.
  • Imbiss

    2016, Regie: Christoph Eder & Jonas Eisenschmidt

    Die Dokumentation “Imbiss” erzählt von einer griechischen Familie, die auf der Insel Lesvos einen florierenden Kiosk betreibt – Ihre einzigen Kunden: Gerade angekommene Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des mittleren Osten.
  • Medanit

    2015, Regie: Sarah Noa Bozenhardt

    Ein zärtliches Portät der 23-jährigen sehbehinderten Mutter Aster Assefa und ihrer kleinen Tochter Bethi.
  • SKYWRITERS

    2016, Regie: Nils Otte

    Der Himmel ist ihre Leinwand, das Flugzeug ihr Pinsel.
    Seit mehr als 90 Jahren schreiben die Stinis Geschichte in Sachen Skywriting.
    Diese Dokumentation blickt erstmals hinter die Kulissen dieser fliegenden Wolkenfabrik und entführt uns in die Lüfte – zwischen Höhenflug und Verzweiflung.
    Denn: Auch für die erfahrensten Piloten ist Skywriting ein täglicher Kampf gegen Wetter, Zeit und Nerven.
  • ÜBER DRUCK

    2016, Regie: Sebastian Binder

    Ein jeder kennt ihn, ein jeder hat ihn. Kein Druck im Kessel heißt Stillstand. Dennoch scheint er stets zu groß. Druck ist nicht greifbar, Druck ist meist unsichtbar. Doch ist er erst hoch genug, lastet er spürbar. “ÜBER DRUCK“ forscht filmisch nach den Umgangsformen im Alltag. Zeigt Wahres, zeigt Persönliches, zeigt Überraschendes. Ein buntes Stimmungsbild zum Mitdenken.
  • Vendeplov - Portrait eines seltenen Feldsports

    2016, Regie: Elisa May

    Vendeplov erzählt die Geschichte von Sebastian, der auf der Suche nach der perfekten Furche ist. Er ist Leistungspflüger und Perfektionist. Genau das macht ihn zum dreifachen deutschen Meister. Der Film zeigt Sebastians Training, seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft und seine Leidenschaft für ein ausgefallenes Hobby. Außerdem führt uns die Dokumentation zu der Frage, warum wir die Dinge tun, die wir lieben - auch wenn sie für andere manchmal schwer zu verstehen sind.

Experimental

  • Atlas of the Wounded Buildings

    2016, Regie: Thadeusz Tischbein

    In solch einer großen Stadt – wie könnte jemand all die kleinen Details sehen, wie könnte sich jemand an all die längst vergangenen Geschichten längst gestorbener Leute erinnern? Architektur ist ein Buch – das ist es, was man sehen könnte, würde man genau hinschauen. Es ist so viel in diesem Buch aufgeschrieben, in Sprachen, die kaum ein Historiker entziffern könnte. Atlas of the Wounded Buildings versucht, Architektur als Archiv zu begreifen, Spuren und deren mögliches erzählerisches Potenzial zu erkunden und eigene Systeme von gefundener Erzählung zu erfinden. Anhand von Einschusslöchern in europäischen Fassaden berichtet der Film von Krieg – in einer unmittelbaren räumlichen Nähe. Die Spuren dieser Ereignisse verschwinden nach und nach und entziehen uns sozusagen ihre erzählerischen Möglichkeiten.
  • Die Grauen Herren

    2016, Regie: Florian Schurz, Gunther Schumann

    Hip-Hop trifft auf Kinderbuch, trifft auf Comicwelt. Die Grauen Herren ist ein experimentelles Musikvideo von Gunther Schumann, das sich auf das Universum von Michael Endes Momo bezieht.
    Der Protagonist lässt sich von den Agenten der Zeitsparkasse rekrutieren und versucht mit allen Mitteln seine Freunde vom Sparen ihrer Lebenszeit zu überzeugen. Schnell realisiert er jedoch, dass er dieser Aufgabe bei weitem nicht gewachsen ist – sehr zum Leidwesen der Agenten. Der Spieß dreht sich um: aus dem überzeugten Zeitjäger wird ein Gejagter.
    Alle lebensgroßen Kulissen und Sets in diesem Video wurden per Hand aus Pappe angefertigt. Der Musiktitel wurde eigens für dieses Video geschrieben und produziert.
  • ExplorerIN 2009

    2016, Regie: Clara Winter

    Die Methoden und finanziellen Strukturen, die künstlerische Arbeit ermöglichen, bleiben oft verborgen und damit umhinterfragt. Die Chance in exotischen Ländern zu arbeiten und Armut, Entfernung und das `Andere` zu stilisieren birgt das Risiko aus dem internationalen Künstler nicht mehr als einen Touristen, Entdecker oder astethischen Ausbeuter zu machen, der sich der Schätze anderer bedient und mit einem Reichtum heimkehrt, der seinen Weg nicht zurück finden wird.
  • Kaltes Tal

    2016, Regie: Florian Fischer & Johannes Krell

    Der Film verhandelt dialektisch unser Verhältnis zur Natur als Lagerstätte für Rohstoffe und
    mystischem Möglichkeitsraum.
    Changierend zwischen ästhetischer und dokumentarischer Form beschreibt der Kurzfilm
    „Kaltes Tal“ die Arbeitsabläufe eines Tagebaus, in dem Kalkstein gefördert wird.
    Das geborgene Material wird verarbeitet und durch eine Waldkalkung der Natur zurückgeführt.
    Durch diese Maßnahme soll dem sauren Regen entgegengewirkt werden, der die Waldböden belastet. Ein Kreislauf wie eine Möbiusschleife – den irreversiblen Konsequenzen des Rohstoffabbaus geschuldet, um das fragile Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen. Kalkstaub legt sich behutsam auf dem Waldboden ab. Eine weiße, sphärische Gegenwelt öffnet sich, die unser ambivalentes Verhältnis zur Natur hinterfragt.
  • Kühlschränke

    2016, Regie: Philipp Renner

    Wenn wir wirklich alle das sind, was wir essen, dann ist unser Kühlschrank wie eine Art Spiegel unserer Selbst. Über den Inhalt lassen sich Rückschlüsse auf unsere Person und unseren Charakter ziehen.
    Diese Montage ermöglicht einen Blick in den Lebensraum der verschiedensten Figuren, die mit ihrem Kühlschrank agieren. Vor diesem spielen sich die verschiedensten Szenen ab - sowohl alltäglich als auch skurril.
  • RUHE FRIEDEN SICHERHEIT

    2016, Regie: Sita Scherer

    Ein analoger Alptraum einer Welt, wie sie 3000 - 3600 Menschen am 25.4.2016 in Dresden
    entwarfen. Ruhe, Frieden und Sicherheit sind dabei austauschbare Phrasen, die für ein
    Dichtmachen vom Eigenheim über den Gartenzaun bis hin zu den Ländergrenzen stehen.
  • strike

    2015, Regie: Nessi Niepmann

    In einer ganz normalen Stadt, an einem ganz normalen Tag haben es alle eilig- bis- an einem anderen Ort, jemand vor seinem Bildschirm an einigen Knöpfen dreht und die vertraute Welt mit einmal auf dem Kopf und in Flammen steht.

Fiktion

  • AM ENDE DER WALD

    2016, Regie: Felix Ahrens

    Elke, eine junge Polizistin, und ihr Kollege Armin befinden sich nahe der tschechischen Grenze auf Streife. Bei einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle widersetzt sich ein junger Tscheche ihren polizeilichen Anordnungen und wird dabei im Affekt von Elke erschossen. Elke wird daraufhin über die Dauer der internen Ermittlungen vom Dienst suspendiert und sinkt in ein tiefes Loch aus Schuldgefühlen. Als diese irgendwann unerträglich werden, macht sich Elke auf den Weg nach Tschechien, um die Familie des Getöteten ausfindig zu machen.
  • Die Last der Erinnerung

    2016, Regie: Albert Meisl

    Herr Fitzthum, ein junger aufstrebender Musikwissenschaftler, wird zu dem nicht mehr ganz so jungen Musikwissenschaftler Herrn Szabo entsandt. Er soll in dessen Wohnung nach einem wertvollen Notenblatt forschen, das dieser vor Jahren für eine nie fertiggestellte Dissertation ausgeliehen hat. Szabo ist in seiner Kleinstwohnung jedoch unter der Last von zahllosen Archivalien psychisch zusammengebrochen und zwingt Fitzthum immer tiefer in seine dysfunktionalen Lebenssysteme hinein.
  • LACHESIS

    2016, Regie: Philipp J. Neumann

    LACHESIS ist der Name einer der drei griechischen Schicksalsgöttinnen. Der Film ist Teil einer Kurzfilm-Trilogie, die die Motive Leben und Tod verhandelt. Der erste Teil, ATROPOS, setzte sich mit dem plötzliche Verlust eines geliebten Menschen auseinander. LACHESIS widmet sich einem selbstbestimmten Lebensende. Erzählt wird die Geschichte einer modernen jungen Frau und ihres geplanten Freitodes - eine Annäherung an das umstrittene Thema Sterbehilfe.
  • Obst & Gemüse

    2017, Regie: Duc Ngo Ngoc

    OBST & GEMÜSE erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft von Herrn Nguyễn und Harry Bauer. Harry liebt Fußball. Er trinkt ein bisschen zu viel, und die richtige Arbeit hat er noch nicht gefunden. Harry ist 30 Jahre alt und genauso lange lebt er auch schon im Berliner „Szenebezirk“ Prenzlauer Berg. Auch Herr Nguyễn ist in dem Bezirk mittlerweile ein Relikt aus einer Zeit, in der alle Häuserfassaden grau waren. In seinem Laden in der Schönhauser Allee verkauft er seit vielen Jahren Obst, Gemüse und vietnamesische Lebensmittel. Jeden Tag um 8 Uhr macht er den Laden auf, die Zigarette stoisch zwischen den Lippen, vollkommen unbeeindruckt von all den Bio-Oasen, Cafés, Allee-Arkaden und Veränderungen um ihn herum. Als sein Sohn eines Tages zum Studieren in eine andere Stadt zieht und der Rücken von Herrn Nguyễn das viele Kistenschleppen nicht mehr alleine mitmacht, heuert er Harry kurzerhand als Aushilfskraft in seinem Laden an. Ein Film über die Gegensätze, die uns definieren und die Gemeinsamkeiten, die uns verbinden, sowie die Frage: Wer hier eigentlich wen integriert?
  • Stell dich tot

    2015, Regie: William Laboury

    KURZE SYNOPSIS

    Tom, 16, ist das Lieblingsopfer von Evan, einem Jungen der Waffen bastelt. Seit Tom zur Zielscheibe beim Kartoffelkanonen-Test wurde, meidet er die Gegend um Evans Haus. Doch dieser hat nicht vor jetzt aufzuhören. Evan ist gerade erst warm geworden ...
     
     
    SYNOPSIS LONG

    Tom, 16, ist das Lieblingsopfer von Evan, einem Jungen der zusammen mit seinem Kumpel Florian Waffen bastelt. Seit Tom zur Zielscheibe beim Kartoffelkanonen-Test wurde, meidet er die Gegend um Evans Haus. Als Florian plötzlich Tom`s Hilfe braucht, um Evan zu finden, denkt Tom, dass er wieder einmal hereingelegt wurde. Seitdem Evan einen 3D-Drucker bekommen hat, haben seine Waffen ein ganz neues Level erreicht.
  • Weisheiten

    2016, Regie: Tilman König

    Im Boxring ausgefochtene ähnliche Weisheiten in der deutschen und arabischen Kultur führen nicht automatisch zu einem Verständnis. Wer ist der andere und was hat er gesagt?

VR/360°