Die Wirkung des Geschützes auf Gewitterwolken

2017, Regie: Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder

▶ Video Im Sommer 2016 gab es die meisten Tornadoverdachtsfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Gleichzeitig werden Internet, Fernsehen und Presse von Wettergleichnissen überschwemmt: Shitstürme, Datenfluten, Flüchtlingswellen. Sprache, Metaphern, Bilder sind Werkzeuge der Kontrolle. Mit ihnen bannt man die Apokalypse-Angst – und stellt sie her. Inwiefern ist das Bild Dokument, Fiktion, Trophäe, Gegenangriff? Wie nah sind sich Manipulation und Prognose? Ist das Wetter noch echt?

Ein Film über das Bild vom Sturm und den Sturm als Bild: Stormchaser jagen Stürme mit der Kamera und verwandeln sie in fotografische Trophäen. Vor dem Greenscreen des Fernsehstudios deutet der Wettermoderator ins Nichts. Im Max Planck Institut fliegen Vögel gegen den künstlichen Wind an. Lovestormpeople fluten das Internet mit windschiefen Parolen. Escape-Games spielen mit gesellschaftlichen Ängsten. Auf Obstplantagen feuern Hagelschutzkanonen Schallwellen von 130 Dezibel in den Himmel. Welche (Un-)Wetterlagen werden in Deutschland zur Normalität? So oder so – „etwas Gewaltiges kommt auf uns zu“.
Eingereicht zu
Kurzsuechtig 2018
Kategorie
Dokumentation
Dauer
30
Produzent
Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder
Drehbuch
Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder
Kamera
Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder
Schnitt
Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder
Gefördert durch
werkleitz, MDM, ESF
Aufgeführt bei
DOK Leipzig 2017, Kasseler Dokumentar- und Videofest 2017