Dokumentation

Kurzsuechtig 2016

  • 360° on Air - Impressionen aus der Chemnitzer BMX-Szene

    2015, Regie: Philip Maron, Jennifer Minemi, Dennies Rainer Dimke, Philip Gerschler, Felix Minemi

    360° on Air - Impressionen aus der Chemnitzer BMX-Szene ist ein Dokumentarfilm von und mit engagierten Chemnitzer BMXerInnen, der einen Einblick in die Faszination und Leidenschaft einer ganz speziellen Jugendkultur wirft. Im Zusammenspiel lebendiger Alltagssequenzen und erfrischender Interviews führt der Film an zentrale BMX-Spots in Chemnitz. Anhand markanter, szentypischer Themen zeigt das junge Filmteam, was aus ihrer Sicht hinter dem Lebensgefühl `BMXen` steht.
  • Ansichten

    2015, Regie: Sita Scherer, Tina Schönfelder

    Bilder eines Gebäudes, Wohngedanken von Menschen.
    Wer spricht, wer formuliert seine Vorstellungen? Im Film prallen die Lebenswelten verschiedener Menschen aufeinander, deren Möglichkeiten sich in unserer Welt grundlegend unterscheiden.
  • BOY

    2015, Regie: Yalda Afsah und Ginan Seidl

    “Boy” zeigt Ausschnitte aus dem Alltag eines Mädchens, das in Afghanistan als Junge aufwächst, und verwebt diese mit den Erfahrungen einer jungen afghanischen Sängerin in London, die in ihrer Kindheit Jungenkleidung trug, um sich freier in der afghanischen Gesellschaft zu bewegen.
  • Die ausgedachte Stadt

    2015, Regie: Mirko Muhshoff

    Der beste Beweis dafür, dass das Sprichwort `Art imitates Life` in beide Richtungen funktioniert, stellt das sächsische Görlitz dar. Während die Einwohnerzahlen konstant schrumpfen, nutzen Filmteams aus Hollywood die Stadt als Drehort. Diese Dokumentation zeigt die langsame Verwandlung einer einstigen Großstadt in eine gigantische Kulisse.
  • Drei Wünsche von Handloh

    2015, Regie: Simone Jung

    Elf Kinder gehen auf eine Reise ins bayrische Handloh. Die Kinder verbindet ein Schicksal. Ihr Bruder oder die Schwester sind lebensbedrohlich erkrankt oder verstorben. Wie werden die Kinder mit der Situation umgehen? Dieser Dokumentarfilm erzählt von ihren Sorgen und Wünschen.
  • Frohe Zukunft

    2015, Regie: Andrea Rüthel & Katharina Wittmann

    Auf einer Industriebrache im Halleschen Stadtteil `Frohe Zukunft` sitzen zwei Männer, die durchs Sammeln Freunde geworden sind: Der eine bewahrt Ausgedientes und Altes auf, der andere liest daraus vor. Ein Leben auf einer verlassen geglaubten Insel, die zugleich abgründig und paradiesisch sein kann.
  • Früher oder Später

    2015, Regie: Clemens Beier & Mark Hornbogen

    Früher oder später verlassen wir diese Welt. Übrig bleibt eine Leerstelle, die wir versuchen, mit Glaube, Hoffnung und Angst zu füllen. Ein Film über die letzten Dienstleistungen an Verstorbenen und die Menschen, die sie vollziehen.
  • Halbe Wessis

    2016, Regie: Anna Kokott

    Zwei Schauspieler aus der ehemaligen DDR treffen aufeinander. Friedhelm Eberle (bekannt durch Polizeiruf 110) und Jörg Kaehler (Rosa Laub-Inszenierung der ersten Rockoper der DDR) Beide Kollegen berichten in einem Interview unabhängig voneinander über ihre Zeit in der DDR. Im Gespräch zu zweit reflektieren sie ihre Erlebnisse. Sie werden zur politischen Diskussion angehalten und erinnern einander gegenseitig.
    Eberle hat getan, worauf er Lust hatte und ist dafür nie belangt worden. Er fügte sich ein, blieb dabei aber loyal zu seinen Kollegen und Freunden die anders dachten. Kaehler widersetzte sich dem System und hatte mit vielen Repressionen zu kämpfen-bis zur Ausreise in den Westen.
  • Hinter dem Wald

    2015, Regie: Francesca Bertin & Leonhard Kaufmann

    Hinter dem Wald liegt die Stadt von morgen. Vor dem Wald liegen die Dörfer von gestern.
  • Ich bin ein Sprinter

    2015, Regie: Louis Volkmann

    Portrait über den Radsportler Robert Förstemann, der zur Weltspitze der Kurzzeit-Bahnfahrer gehört.
    Dafür begleitet die Kamera ihn beim Training und den Pausen. Beobachtend und selbsterzählend.
  • Istanbul International Electric

    2015, Regie: Diego Vivanco

    Im August 2015 habe ich für drei Monate ein Aufenthaltsstipendium in Istanbul bekommen, um ein Kunstprojekt zu realisieren. Solche Aufenthaltsstipendien sind so gedacht, dass die Künstler sich über einen Zeitraum auf ihre Arbeit konzentrieren können, ohne sich um ihr Einkommen Sorgen zu machen und dafür nicht, wie gewohnt nebenbei einen anderen Job, der keinen Zusammenhang mit ihrer Kunst hat, zu machen.

    Die Idee, mein Projekt, beruht genau auf die Umkehrung dieser Situation. Mein Vorschlag war in Istanbul, in einem dieser Jobs, die keinen Zusammenhang mit der Kunst haben, zu arbeiten, ohne nach einer Vergütung zu fragen, da ich mein Einkommen schon durch das Stipendien erhielt. Ich habe den Nebenjob zu meinem Hauptprojekt gemacht und dieses wiederum zu einer life/live Performance gemacht.
  • Kontakt

    2015, Regie: Jana Magdalena Keuchel & Holger Reißig

    Eine Erfahrung, geteilt von Fremden, weckt in ihrer scheinbaren Einfachheit ein tiefes Bedürfnis.
  • Palatka

    2015, Regie: Clara Wieck

    Beobachtungen zwischen Sommer und Krieg, der Ukraine und der Krim. Palatka erzählt von der Begegnung mit Andrej, einem Kriegsverweigerer mit magischen Fähigkeiten. Eine Fabel ohne Fee und Moral, aber mit offenen Fragen.
  • Post

    2015, Regie: Louis Volkmann

    Ein Film zum alten Hauptpostamt in Leipzig (Architekt Kurt Nowotny u.a. 1961-64).
    Es ist das letzte große öffentliche Gebäude, welches leer mitten in der Stadt steht und seit letztem 2015 transformiert wird.
    Fasziniert von der klaren und modernen Architektur, welche sich im urbanen Kontext einer Großstadt einfügt, nahm ich zuerst Fotografien auf und kehrte später zurück, um viel Filmmaterial aufzunehmen. Für mich nicht nur eine Dokumentation, sondern Blicke auf Atmosphäre und Raumqualität. Architektur in einer eleganten zurückgenommenen Form, die es bald so nicht mehr geben wird.
  • Siegrid

    2015, Regie: Anna Kokott

    Siegrid ist transsexuell. Sie lebt in Erfurt und leitet dort eine Selbsthilfegruppe. Es geht um Menschenrechte, Diskriminierung und den langen Weg, ihren Traum zu realisieren.
  • Unterschriften

    2015, Regie: Anika Mätzke

    Die Kurzdokumentation `Unterschriften`, handelt von der kleinen, scheinbar alltäglichen Handlung des Unterschreibens und beleuchtet deren unterschiedliches Auftreten.
  • Was man braucht am Tage

    2016, Regie: Louis Volkmann

    Portrait über `Achims rollender Verkaufsshop`. Joachim Voigt, ein ungelernter Verkäufer, der seit 25 Jahren fast jeden Tag die Dörfer zweier Landkreise an der Grenze von Sachsen-Anhalt/Thüringen abfährt, um dort v.a. Lebensmittel zu verkaufen. Seine Kunden werden älter und weniger.
  • Wasserläufer

    2015, Regie: Beston Zirian Ismael

    Der 12-jährige Djudi ist mit seiner Familie vor dem Krieg aus Syrien nach Istanbul geflüchtet. Da sie dort keinerlei Unterstützung erhält, bestreitet die Familie ihren Lebensunterhalt mit dem Straßenverkauf von Wasser und Brezeln. Durch Momentaufnahmen aus ihrem Alltag enthüllt die Dokumentation ein bewegendes Familienschicksal und zeigt, welche Träume, Wünsche und Hoffnungen durch eine Flucht auf der Strecke bleiben.

    Dieser Film ist entstanden, als ich mit meiner Familie Urlaub in Istanbul gemacht habe. Als ich die vielen syrischen Kinder auf der Straße gesehen habe, konnte ich nicht wegschauen und so fasste ich spontan den Entschluss, noch während meines Urlaubs diesen Film zu drehen.
  • We Would End The Painting

    2015, Regie: Matthias Fritsche

    Musiknutzung und Kunst gehören unzertrennlich zusammen. Sich die Zeit für beides zu nehmen, rückt in der schnelllebigen World Wide Web Zeit immer mehr in den Hintergrund. Alexander Hanke gibt sich seit vielen Jahren unter dem Pseudonym „Zum Heimathafen“ dem Siebdruck und der Kreation von Gigpostern hin. Plakate die seine Gefühle zur Musik und den Bands vermitteln. In altbewährter Handarbeit entstehen in seinem Wohnzimmer und der Werkstatt streng limitierte Bilder für Fans und Liebhaber. In ihnen lebt ein Moment eines Songs, ein bestimmter Textteil oder ein bestimmtes Gefühl eines Konzerts wieder auf. Mit „We would end the painting“ soll die Ruhe und die Besonderheit dieses Handwerks in den Mittelpunkt gerückt werden. Eine Arbeit bei der die Strukturen des Papiers und die darauf gedruckte Farbe immer unterschiedlich sind und jedes Bild ein Unikat für sich ist. Mit unaufgeregten Schnitten kann sich der Zuschauer Zeit für die Bilder nehmen und dem Fluss der Farbe hingeben.