Dokumentation

Kurzsuechtig 2013

  • Adam West

    2012, Regie: Johannes Plank

    Ein Mensch erwacht und begibt sich in eine unbekannte Welt. Weder Dialoge noch Interaktion geschehen, nur die Stille der Blickwechsel erläutert die Gefühle des Protagonisten. Er schneidet sich im Kontakt der Fremde immer weiter die Haare ab. Dabei lässt der Film freie Möglichkeit zur Interpretation: Thematisiert er das Leben im Ausland oder Fragen der Identität? Oder die Problematik eines kulturellen Schocks?
    Musik spielt bei dieser Erfahrung eine Schlüsselrolle und bestimmt den Takt des Filmschnitts, welcher mit kompakter Digital-Videokamera und Stativ gedreht wurde.
  • Ankunft & Aufbruch in Benares

    2012, Regie: Ludwig Gundermann

    Wer die Koexistenz von Leben und Tod, Wasser und Feuer,
    Hoffnung und Resignation erfahren will pilgert nach Benares.
  • Balance

    2013, Regie: Benjamin Büttner

    Zwei Freunde begeben sich auf einen Roadtrip und reflektieren dabei über Erfahrungen und Entwicklungen eines Lifestyles, der körperliches Gleichgewicht verlangt und ihnen gleichzeitig dazu dient, ihre persönliche Balance im Leben zu finden.
  • Beobachtungen einer Weihnachtsfeier

    2012, Regie: Paula Schumann

    Es ist ein Tag nach dem geimeinsam gefeierten Weihnachtsfest. Neun Familienmitglieder, rekapitulieren den Tag und berichten vom Flötenspiel, dem Gänsebraten, Yogaübungen und vermeintlich erzählen Witzen.
  • Comparing Now And Then

    2012, Regie: Nina Wiesnagrotzki

    Santiago Alvarez`Filmcollage zu Lena Hornes Agitationssong „Now” ist ein filmisches Manifest aus dem Kontext der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. COMPARING NOW AND THEN stellt dem historischen Material von 1965 im Splitscreen gegenwärtige Nachrichtenbilder gegenüber. Die Fronten haben sich verlagert, aber sind die Bilder die gleichen geblieben? Wo sind Parallelen, wo Unterschiede? COMPARING NOW AND THEN ist Bestandsaufnahme, Hommage und Aufruf zugleich: We mean action, now! (Dokfest Kassel, 2012)
  • Connection impossible

    2012, Regie: Jolanta Drywa

    Das filmische Essay dokumentiert das mixed-abled Projekt von Marlen Schumann und Tanzlabor Leipzig („Die VILLA`) - das Tanztheater „Connection Impossible`, welches 2012 mit dem Leipziger Bewegungskunstpreis ausgezeichnet wurde.
  • Das Falkenspiel

    2013, Regie: Robert Beske

    Eine Verkäuferin wartet auf Kundschaft. Ein alter Mann beschließt, mit dem Malen aufzuhören. Und ein passionierter Jäger spricht mit einem Uhu. Sie leben in einer kleinen Stadt. Ein Ort für unruhige Gedanken. Nachdem die Fabriken schlossen, kam die Stille über das Land. Durch die Ritzen pfeifft der Wind. Die Langeweile beginnt sich durch die Zeit zu fressen.
    Und das Krächzen der Krähen erscheint wie ein Fragen: `Was ist gewiß und was ist es nicht?`

    Die Gedanken beginnen zu spielen. Sie steigen auf und stürzen tief. Begriffe blitzen auf, die auf eine Geschichte deuten, auf Normen, Ideale und vielleicht auch auf eine Sehnsucht.

    Wir begegnen einer Lust an der Gründlichkeit und der Perfektionierung. Aber was das Ungenügen ist, darauf kommen wir nicht. So wird das Spielen zu etwas beinah Unmöglichem. Es erscheint grausam in seiner Qual, nicht bloß ein Spiel sein zu dürfen, einen Zweck haben zu müssen.

    Die Oberlausitz, ein Landstrich an der Grenze zu Polen, von der Entvölkerung heimgesucht, erscheint wie das Negativbild einer robinsonschen Insel. Auf der Suche nach Freitag.

    Der Film enstand 2011/2012 in Rothenburg/Oberlausitz und wurde gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
  • Das Mongolische Mädchen mit der Tüte voller Glücksgefühle

    2012, Regie: Tatjana Kleut

    Der Kurzfilm ist ein experimentelles Portrait einer jungen mongolischen Frau. Die Protagonistin kam als Kind aus der Mongolei mit großen Erwartungen nach Deutschland. Mit ihrer Mutter zusammen lebte sie gemeinsam in Ostdeutschland und durchlebte die Perspektiv-und Arbeitslosigkeit in einer kleinen Stadt in Brandenburg.
    Ihre Mutter hat es nicht geschafft sich eine Existenz in Deutschland aufzubauen und machte sich den Alkohol zur Freude.
    Wir folgen der Protagonistin in ihrer Geschichte über die ersten Bananen die sie in ihrem Leben aß, den Zusammenhalt im Osten, das Drogen ABC,
    unsere Konsumgesellschaft und wie sie zu sich selber fand im Rotlichtmillieu.
  • Der Argentinische Garten

    2012, Regie: Matthias Garff

    Der Argentinische Garten zeigt in sechs Kapiteln eine humorvolle und persönliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Vogelarten, die einen paradiesischen Garten bewohnen. Der Autor nähert sich den Vögeln, indem er ihr Verhalten mit künstlichen Doppelgängern im Garten nachahmt. Aus Aufnahmen der echten und der unechten Vögel entstehen die einzelnen Kapitel. Der Film geht über eine dokumentarische Beobachtung hinaus, er lässt die Vögel zu Projektionsflächen des Bewusstseins des Autors werden.
  • Der Tod stirbt nicht

    2011, Regie: Valérie Madoka Naito

    Auf einem deutschen Ehrenfriedhof an der französischen Grenze liegen russische und polnische Zwangsarbeiter des 1. Weltkrieges neben deutschen Soldaten und Zivilisten des 2. Weltkrieges. Wie können wir Erinnerung lebendig halten?
  • DIE BANDE

    2011, Regie: Susanne Schulz

    Sechs zehnjährige Mädchen drehen einen Film, über das was ihnen am Wichtigsten ist: ihre Freundschaft, die Mädchenbande. Das Making Of des Filmes zeigt ihre Freundschaft am Rande der Kindheit. Ein Film für Kinder und Erwachsene.
  • Gerok 7

    2012, Regie: Andreas Schendel

    `Gerok 7`ist ein Filmessay über Dresdens letzten unsanierten Plattenbau (in der Gerok Straße 7). Während ganze Stockwerke leerstehen, vernagelt und verwüstet sind, harren in anderen noch Bewohner aus. Frühling 2013 wird dieses letzte Stück sozialistischer Wohnkultur abgerissen.
  • Gesandte ihrer Art

    2012, Regie: Patrick Richter, Jessy Asmus

    Der Dokumentarfilm GESANDTE IHRER ART begleitet einen wissenschaft-lichen Präparator.
    Marco Fischer erzählt vom Desinteresse unserer Gesellschaft am leisen Verschwinden der Arten. In seiner Werkstatt präpariert er konzentriert jedes Tier als einen Gesandten, der den Besuchern der
    Naturkundemuseen helfen soll, den Geist der Natur wiederzuentdecken.
    Die Präparatoren sitzen im Verborgenen und archivieren das Aussterben und wir nehmen es hin.
  • Grüne Träume

    2012, Regie: Ingo Bever, Joshua Riehl, Hannah Albrecht

    Frau G. hat ihren Schrebergarten nach jahrzehntelanger Nutzung im April 2012 abgegeben, da sie den Garten aus Krankheitsgründen ihres Mannes nicht mehr alleine bewältigen konnte. Ihre Eltern hatten den Garten 1942 erworben, somit hat Frau G. ganze siebzig Jahre in diesem Garten verbracht. Frau G. hat den Garten verlassen. Doch der Ort lebt weiter. Inmitten einer angestaubten und geschichtsträchtigen Umgebung, in der jeder Gegenstand eine Geschichte erzählt, hat sich eine Gruppe junger Menschen breit gemacht.
  • Horns MUWI - kleine Geschichte des Horns Erben

    2012, Regie: Simeon Conzendorf

    Anfang 2011 hatte der Kulturverein HORNS ERBEN eine Vision: die Rekonstruktion der Standardfassade an ihrem Club nach dem Vorbild der alten Fassade aus den 20ern. Die Filmaufnahmen starteten ursprünglich um sie bei dem Visionbakery Projekt zu unterstützten... aber mit der Zeit wurde klar, dass dieses Projekt einzigartig ist. So begleitete ich das Projekt in den anderthalb Jahren bis zur Fertigstellung der Fassade.
  • im RAHMEN

    2013, Regie: Evgenia Gostrer

    Wie sehr mag ich mich selbst? Worauf bin ich am
    meisten stolz? Was zeige ich gern nach Außen? Wie möchte
    ich wahrgenommen werden? Wo ist meine ganz persönliche
    Grenze und wie sieht diese aus? Wie weit kann ich gehen?
  • Im Winter ist es dunkel

    2012, Regie: Christoph Eder

    Das Ostseebad Göhren ist eines der beliebtesten Urlaubsdomizile auf der größten Insel Deutschlands, Rügen. Ein voller Sandstrand zur Sommersaison, über 500.000 Übernachtungen durch Urlauber pro Jahr und zahlreiche Hotels charakterisieren das ehemalige Fischerdorf. Doch wie sieht es im Winter aus? Anhand von geschrie-benen Postkarten-Texten der letzten 100 Jahre und aktuellen Bildern des Ostsee-bades, zeigt der Film meine Heimat aus einer Perspektive, wie sie für Touristen nur selten zu sehen ist.
  • In Search of Fire

    2012, Regie: René Eckert

    Eine priviligierte Gruppe junger Leute Johannesburgs reist jedes Wochenende nach Lesotho,um ihrer Leidenschaft Snowboarding nachzugehen.Auf der anderen Seite gibt es einen lokalen Jungen namens Graham,der ebenso all seine Zeit in Snowboarding investiert,jedoch ist seine Motivation eine Andere.
  • Konterfei

    2012, Regie: Clemens Volkmann & Mareike Wald

    In freier essayistischer Form verdeutlicht der Film die assoziative Wirkung von Gesichtern und bietet dem Zuschauer interpretativen Raum. Individuen verschmelzen mit ihrer Umgebung, Objekt und Subjekt scheinen zu verschwimmen und das Vergangene wird der Moderne gegenübergestellt.
  • Lindenau 2012

    2012, Regie: Lena Philipp, Hannah Voget

    An der Ecke Merseburger Straße/ Aurelienstraße trifft der schon lange existierende `Andres Imbissshop`auf das vor einem halben Jahr eröffnete Lehmatelier `Lehmolandia`.
    Zwei unterschiedliche Gesellschaftsgruppen leben als Nachbarn in einem Stadtteil. Sind sie Konkurrenten um die Gestaltung des sozialen Raums oder gemeinsame Akteure?
  • Lou Ziffers Kaleidoskop

    2012, Regie: Ludwig Gundermann

    Schwarz, unnahbar, todessehnsüchtig - drei Charaktereigen-schaften, die unmittelbar der schwarzen Szene zugewiesen werden. Ronny Jacob, seines Zeichens Fotograf in eben dieser Szene nimmt uns mit und zeigt, dass sie alles ist, aber ganz sicher nicht so berechenbar wie manch einer glauben mag.
  • Lys - Licht

    2012, Regie: Mark Michel

    EIn kleiner Tanzfilm mit ein paar wunderbaren Menschen. Entstanden an einem Nachmittag im September. Ein emotionaler Fluss aus Tanz, Bewegung und Musik.
  • Mein Großvater Wolfgang

    2012, Regie: Hannes Schilling

    Mein Großvater Wolfgang hat sich mit 84 Jahren, nur kurze Zeit nach dem Tod meiner Großmutter Gertraude, neu verliebt. Kein Tabubruch sondern ein wunderbarer Neuanfang - „[...]wie ein Schmetterling der aus seiner Puppe schlüpft und plötzlich anfängt zu fliegen.“ Aus der anfänglichen Internetbekanntschaft meines Großvaters ist mittlerweile eine echte Liebesbeziehung geworden, in der Wolfgang sich, vor allem in sexueller Hinsicht, ständig neu entdeckt. - “[...]komischerweise habe ich nach meiner Rente die sexuelle Revolution erlebt, die viele junge Leute schon mit den 68er Jahren erlebt haben, habe ich nachträglich nachvollzogen.“
  • Nur ein paar Kilometer

    2011, Regie: Peter Wedig

    Wenn zwei Leute derselben Arbeit nachgehen, machen sie manchmal zwei komplett unterschiedliche Dinge. Manchmal liegen nur ein paar Kilometer dazwischen. Zwischen historischen Dichtern, und historischen Völkermördern.
  • Occupy

    2012, Regie: Marie-Eve Levasseur & Andreas Giesecke

    Kategorie: Experimentelles dokumentarisches Musik Video. Es gab keine große Occupy-Bewegung in Deutschland sowie mediale Präsenz der Bewegung außerhalb Deutschlands oder Europas. Deswegen gibt es das Video, das wir für THE YUKI RUSH produziert haben. Es ist ein künstlerischer Versuch Interesse für eine weltweit relevante Bewegung zu wecken.
  • Rollhaus

    2011, Regie: Hannes Kleinschmidt

    Ein Mann, der in einer provisorischen Behausung lebt, erzählt davon, was es mit den Gegenständen auf sich hat, die seine Wohnstätte ausmachen. Er und seine Aussagen sind der Schlüssel zum Verständnis dieser Arrangements.
  • TelH78

    2011, Regie: Alina Cyranek & Eike Goreczka

    Heute rottet sie dahin und ist fast aus dem Stadtbild verschwunden: die gelbe Telefonzelle der Post. Es gab Zeiten, da war so eine Telefonzelle ein zentraler Ort. Sie bot einen Quadratmeter Privatsphäre im öffentlichen Raum. Der Film sucht nach den letzten ihrer Art und entlockt ihnen fast vergessene Geschichten.
  • Zirkomania 2012 - die dokumentation

    2012, Regie: Daniel Herold

    Man stelle sich vor: eine große Wiese, darauf ein blau-rot gestreiftes Zirkuszelt und vor diesem Zelt eine bunte Menge jonglierender Kinder, Männer, Frauen. Pois schwingen, Reifen kreisen, Keulen fliegen und es wird auf Laufkugeln balanciert. Hinter dem Zelt, backstage, bereiten sich die professionellen Artisten auf ihre Auftritte vor.
    Am Anfang steht der gemeinsame Traum der vier OrganisatorInnen, professionelle Shows mit einer Kinder-Zirkus-Woche und der faszinierenden Atmosphäre eines Zirkuszeltes zu verbinden.
    Einer der Schwerpunkte des Projekts sind drei Workshops, in denen die Kinder eine Woche lang für ihren gemeinsamen Auftritt trainieren. Am Nachmittag füllt sich der Platz nach und nach mit Menschen, die die offenen Workshopangebote nutzen oder auf den Beginn der Abendveranstaltungen warten. Diese boten eine Mischung aus „open stage“ für Quereinsteiger, kunstvollem Varieté, humorvoller Burlesque-Show, sowie Konzerte und Feuer-Shows.
    Der Film gibt Einblicke in das in Leipzig neubegründete Zirkusfestival, das im Sommer 2012 den Plagwitzer Stadtteilpark belebte. Wir begleiteten die Akteure, Helfer und die großen und kleinen Künstler vom ersten Purzelbaum bis zum Abbau der letzten Zeltstange.
  • Zweihundert Stunden

    2011, Regie: steven mehlhorn

    Dieser Film ist ein Porträt des `Allesfliegers`Ulf Kern, einem einzigartigen Vertreters des Flugsports. Der Film erklärt auch, welche Zufälle zu einer Denunzierung bei der Stasi führten.
  • `So ist das`- Eine ungarische Familie in Serbien

    2011, Regie: Silke Takacs

    Das ländliche Leben, einfach und idyllisch. Traum vieler Menschen, die aus dem hektischen modernen Leben ausbrechen möchten. Die Familie Vörös lebt als Selbstversorger in der serbischen Region Vojvodina, wo jedoch die Idylle der Realität weicht. Von politischen Restriktionen umgeben bleibt am Ende eines harten Tages nur so viel, um zu überleben. Jenseits von Luxus spürt man jedoch eine Zufriedenheit und Lebensfreude, die man hier nur noch selten trifft.