Dokumentation

Kurzsuechtig 2012

  • A Fistful of Rupies / Für eine Handvoll Rupien

    2011, Regie: Hannes Gieseler

    Die Zeit scheint zurück gedreht im Niemandsland von Maharashtra. Dinge passieren, so alt wie die Erfindung des Rades und die Unterwerfung des Stieres. Keiner kennt die Wurzeln. Sie treffen sich weil sich Ihre Väter und Großväter trafen... Ein antiker Stil von Luxus, eine Rennstrecke, eine viertel Meile, zwei Fahrer, vier Bullen, vier Räder und jede Menge Staub. Für Sekunden wird brutale Höchstleistung verlangt. Ein Wagenrennen im ursprünglichsten Sinne und vielleicht der Ursprung des Rennens selbst.
  • Arbeitsprobe

    2011, Regie: Nadin Reschke

    `Arbeitsprobe`hinterfragt den Begriff von `Arbeit als Resozialisierung`
    innerhalb des Strafvollzugs. Eine Gruppe inhaftierter, auszubildender
    Tischler in der Justizvollzugsanstalt Bautzen spricht über das, was Arbeit hinter Gittern für sie bedeutet. Deutlich wird vor allem eins, die Zeit vergeht anders als draußen. Durch den
    Gebrauch von selbstgebauten Masken lassen die Protagonisten eine experimentelle Spiel-Art des Dokumentarischen
    entstehen und arbeiten zum Teil mit expliziter Inszenierung: Durch die Maskierung entsteht eine Absurdität, die gängige Muster
    dokumentarischer Repräsentation in Frage stellt. Es geht nicht um empathische Identifikation mit Einzelschicksalen, sondern um die Analyse gesellschaftlicher
    Strukturen, hier der Struktur der Arbeit innerhalb der Ausbildung der JVA.
  • Asylheim = ein zu Hause ?

    2012, Regie: Hamid Sharif Netaj

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  • Bühnenwelten

    2011, Regie: Lisa Haizmann und Luise Veit

    Wie lebt es sich als Jugendlicher in einer schrumpfenden Stadt und wie prägt es die eigene Biografie? Dominik ist 19 Jahre alt und in Hoyerswerda geboren. Im Rahmen seiner Ausbildung ist er mit Abriss, Rückbau und alternder Mieterschaft konfrontiert, doch eigentlich hat er ganz andere Träume….
    Der Film porträtiert Dominik, welcher auf vielen Bühnen zu Hause ist.
  • Der Gewürzladen

    2011, Regie: Benjamin Leers

    Claudia und Atze verwirklichen ihren Traum. Sie eröffnen einen Gewürzladen, mitten in Köln-Ehrenfeld. Doch ihnen geht es nicht nur um die Gewürze, sondern die Geschichten dahinter und um die Gemeinschaft mit ihren Nachbarn und Kunden. Ein Portrait.
  • dicker als blut

    2011, Regie: Rita Maria Hausberger, Markus Wendling

    Der Film „dicker als blut“ zeigt das Familienleben zweier lesbischer Frauen mit Kind und „väterlichem Außensatelliten“.
    In Familien mit homosexuellen Eltern fehlt eine klassische
    Rollenverteilung.
    Wie wirkt sich das auf die Beziehung und das Familie aus? Welche Heraus-forderungen birgt dieses Modell in sich, wenn die Familie nicht aus Mann, Frau und Kind besteht, sondern alle Familienmitglieder ihre Rollen neu definieren müssen?
    Der Dokumentarfilm geht auf die weiblichen bzw. männlichen
    Rollenklischees und -bilder in Familien mit homosexuellen Elternpaaren ein und gibt dem Zuschauer Einblick in eine ungewöhnliche
    Familienkonstellation.
  • Die chthonische Stadt

    2011, Regie: Anita Müller

    Mit der Gründung der Stadt Odessa 1794 begann man, unter der Stadt Gestein abzubauen, um Baumaterial zu gewinnen. Ohne System wurde gegraben, bis der Boden ausgeschürft und ein etwa 2000 km umfassendes labyrinthartiges Netz entstanden war.

    So hat, wie das oberirdische Odessa, auch das unterirdische Odessa seine Stadtgeschichte. Im 19. Jahrhundert haben die Bergarbeiter an vielen Wänden eigentümliche Zeichnungen hinterlassen, welche eine unterirdische Epigraphik des gewesenen Lebens darstellen. Unter Häusern dienten die Hohlräume als Vorratskeller, Verbindungsgang oder Depot für Schmuggelware. In Kriegen versteckten sich unter der Erde Zivilisten, Partisanen und Deserteure. Heute verbringen vor allem Speleologen und Abenteurer Zeit in den Katakomben.

    Der Film Die chthonische Stadt vereint Aufnahmen aus den Katakomben, den Zeichnungen an ihren Wänden und Situationen aus heutigen Besuchen mit Erzählungen von Menschen, die deren Leben die Katakomben eine Rolle spielen. Sie schildern ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Überzeugungen.
  • Die dunkle Seite des Lichts

    2011, Regie: Barbara Crobath

    Inhaltsangabe Kurzfilm .
    Der film handelt von der der Entwicklung einer jungen Schauspielerin
    innerhalb eines eineinhalbjährigen Probenprozesses angefangen vom
    ersten Casting bis zur Premiere.
    Anna Sophie unsere Galionsfigur kommt sehr unbeschwert zum Casting der
    Produktion Fräulein Julie
    Sie wird für die Rolle der Julie (Strindberg Fräulein Julie) engagiert .
    Die psychisch und physischen Anforderungen sind gewaltig und der Druck
    wächst Tag für Tag.
    Sie wird weit über ihre Grenzen gehen..
  • Ein Heim im Wald

    2011, Regie: Paul Müller-Hahl

    Zu Bildern der verfallenen Gebäude wird die Geschichte eines Anwesens in der Nähe von Jena erzählt: erbaut von den Nazionalsozialisten, wurden dort der Roten Armee illegal 46 Raketen mit atomaren Sprengköpfen gelagert. Nach der Wende wurden die Gebäude als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber genutzt.
  • Jakababa - the lion himself

    2011, Regie: Salomé Lou Römer

    Die Dokumentation handelt von Jakababa, einem jungen Mann aus dem Slum Mathare in Nairobi/Kenia. Jakababa ist ein gläubiger Mensch, der sich den Löwen als sein Symboltier ausgesucht hat.

    Er verdient Geld durch Drogenhandel und unterstützt damit seine Familie auf dem Land.

    Über die Jahre hinweg bekommt Jakababa immer mehr Konflikte mit der Polizei und muss öfters ins Gefängnis.

    Er entscheidet sich aus dem Slum wegzuziehen, die Drogengeschäfte zu beenden und zum Fußballspielen zurückzukehren.

    Von nun an spielt Jakababa in der zweiten kenianischen Liga.
    Der Fußballverein verspricht ihm, bei guter Leistung mehr Geld zu bezahlen,
    aber das Versprechen wird nicht eingehalten.
    Es wird für ihn immer schwieriger seine Familie zu unterstützen, sowie die Miete für seine kleine Wohnung aufzubringen.

    Mit ein paar Freunden zieht er ein Toilettenprojekt im Slum Mathare auf. Sie verlangten für jeden Toilettengang 30KHS und hoffen damit einen kleinen Nebenverdienst zu bekommen.

    Die Geldnot und der Druck der Eltern werden aber immer größer.

    Jakababa entscheidet sich, in den Slum zurück zu ziehen, aber beim Fußball zu bleiben.
    Seine Entscheidung ist mit Ängsten verbunden: wird er ein normales Leben im Slum, ohne Kontakt zu Drogengeschäften führen können?
    Kann er seine Familie und sich weiterhin durchbringen, welche Probleme tangieren ihn jetzt?

    Eine mitreißende Geschichte, die das Auf und Ab eines „Slumkindes“ erzählt.
  • Kursdorf

    2011, Regie: Michael Schwarz

    »Kursdorf ist eine idyllisch gelegene Ortschaft am westlichen Rand von Sachsen, sorgsam umschlossen von den beiden Start- und Landebahnen des Flughafens Leipzig-Halle, einer ICE-Strecke und dem Schkeuditzer Autobahnkreuz.«

    Ein stilles Porträt über das lauteste Dorf Deutschlands.
  • Marie

    2011, Regie: Steffi Schültzke

    Das Märchen Kindheit ist voll klingendem Zauber, gruseligen Gestalten und lustigem Treiben. Doch in diese heile Welt bricht der Krieg. Dann ist der Krieg zu Ende, aber die Kindheit auch. Marie kann sie nicht vergessen. Das kurze Porträt über eine lange Sehnsucht.
  • Mitteldeutschland?!

    2011, Regie: Duc Ngo Ngoc

    Mitteldeutschland ist ein historischer Begriff für ein Gebiet, das längst nicht mehr in der Mitte liegt. Aber wenn nicht dort, wo liegt es dann?
    Berliner Jugendliche haben recht genaue geografische, kulturelle und landschaftliche Vorstellungen von Mitteldeutschland.
  • morgen leben wir wieder

    2012, Regie: Corinna Giesen

    Als Kind habe ich immer gedacht, ich könnte die Ereignisse, die um mich herum passieren, steuern.
    Ich habe mich in den letzten Monaten so mit den Problemen anderer beschäftigt, dass sie zu meinen eigenen wurden. Ich habe mich so tief verstrickt, dass ich nicht weiß, ob ich mich wieder befreien kann.
    Mein jüngerer Bruder ist das Sorgenkind in meiner Familie. Er ist 24 und hat weder Ausbildung noch Job. Er verbringt seine Tage isoliert von der Außenwelt und beschäftigt sich mit düsteren Prophezeiungen über das Jahr 2012. Nach einer abgebrochenen Therapie haben meine Eltern ihn vor die Tür gesetzt. Im August findet er eine neue Bleibe in einem Wohnwagen auf Ingmar`s Grundstück. Ingmar hat sich vorgenommen, meinem Bruder Lebensfreude zu vermitteln. Mein Bruder bewundert Ingmar.
    Ich komme eigentlich nur an diesen Ort, um bei meinem Bruder zu sein. Ich habe das Gefühl, dass von nun an alles bergauf geht.
    Trotz des erheblichen Altersunterschieds entwickelt sich zwischen Ingmar und mir eine Liebesbeziehung. Ich weiß zwar, dass er ein großes Alkoholproblem hat, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich ihm helfen kann, es aus der Welt zu schaffen.
    Ein Film über die Auseinandersetzung mit mir und meinem Umfeld, über Liebe in Verstrickung und Co-Abhängigkeit.
  • Saleem - Rickshaw Driver in Delhi

    2011, Regie: Mitja Hagelüken, Martin Pieske

    Saleem
    Mallan lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Delhi. Um seine
    Familie zu ernähren fährt er Touristen durch die belebten Gassen Old
    Delhis. Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. Wenn er einmal alt
    ist, wird er sich zwangsläufig eine andere Arbeit suchen müssen, um zu
    überleben. Damit steht er stellvertretend für Millionen von Menschen in
    Indien.

    Doch Saleem ist nicht unglücklich. Natürlich könnte es hier und
    da ein wenig mehr Geld sein, aber das sind die alltäglichen Sorgen, die
    wahrscheinlich jeder von uns teilt, nur auf einem anderen Niveau.


    Saleem weiß, dass seine Kinder nur durch gute Schulbildung auf ein
    besseres Leben hoffen können. Dafür erträgt er täglich Lärm, Smog und
    Erschöpfung.

    ENTSTEHUNG DES FILMES
    :
    Die Idee für dieses Portrait entstand
    im Sommer 2011, als wir gemeinsam im ARD Studio Neu-Delhi arbeiteten.
    Wir nutzten ein freies Wochenende zum Brainstorming für ein eigenes und freies Projekt und fuhren am
    Sonntag nach Old Delhi, um Saleem mit unserem Besuch zu überraschen. Im
    Gepäck: DSLR-Kameras, ein Mikrofon und eine Menge Fragen. Martin hatte Saleem
    schon im Frühjahr 2010 kennengelernt. Glücklicherweise stand er auch an
    diesem Tag vor dem Roten Fort in Delhi und war bereit, mit uns vier Stunden an diesem
    Nachmittag zu verbringen.
  • Schattentänzer

    2011, Regie: Lin Sternal

    Die Eislaufwelt hat ihre eigenen Regeln und Gesetze. Sascha Rabe ist Teil dieser Welt. Als aufstrebender Eistänzer kämpft er mit seiner Partnerin um den Erfolg. Aber was, wenn ihn die Vergangenheit einholt und sich die einst so heimische Welt gegen ihn stellt und Freunde zu Feinden werden...
  • Sinneswandel

    2011, Regie: Rita Maria Hausberger, Markus Wendling

    Unsere Welt ist geprägt von visuellen Sinneseindrücken. Wie wird sie wahrgenommen, wenn die Fähigkeit fehlt, diese Eindrücke aufzunehmen? Was bedeutet es, die Umgebung anders „zu sehen“?
  • Skills/Bills

    2011, Regie: Jakob Röhle

    Ein kurzer Essayfilm zu Tanya Davis Gedicht `Skills/Bills`. Eine Junge Frau lebt für ihre Leidenschaft Gedichte zu schreiben,doch muss letztlich einsehen `my skills don´t pay my bills`.
  • Testfahrer

    2011, Regie: Florian Arndt

    MS, Arthrose, Diabetes, ein Herzinfarkt und Krebs, um nur einige Krankheiten zu nennen.
    Bei dieser Diagnose verliert man normalerweise seine Lebensfreude – aber nicht der 69-Jährige Rollstuhlfahrer Volkmar Kirschbaum, der trotz dieser Schicksalsschläge seinen Charme nicht verloren hat. Nach 43 glücklichen Ehejahren verstarb vor fünf Jahren zudem seine Ehefrau an Krebs, seither lebt Volkmar Kirschbaum allein. Täglich besucht der Witwer sie auf dem Friedhof – ohne Ausnahme.
    Angesichts dieser Schicksalsschläge würde jeder andere Mensch verständlicherweise jegliche Lebensfreude verlieren, anders jedoch der 69-jährige Rollstuhlfahrer, der trotz dieser Tragödien seinen Optimismus und Humor nicht verloren hat. Und deshalb gibt es für ihn immer einen Grund, mit dem Rollstuhl unterwegs zu sein. Da wundert es kaum, dass ihn in Mühlhausen scheinbar jeder kennt.
    Ein hoch-emotionales Porträt zwischen Tragödie und Komödie, wie man sein schweres Schicksal annehmen kann, ohne daran zu zerbrechen.
  • Veronika

    2011, Regie: Mark Michel

    „Bebildert von märchenhaft anmutenden Sandmalereien, taucht der Film ein in die verborgene Welt von Veronika. Als Kind wurde ihr ein IQ von Null attestiert, sie ist autistisch, dazu mehrfach körperlich behindert. Niemand konnte sich vorstellen, dass Veronika über einen hellwachen Geist verfügt. Nun, als Erwachsene, hat sie gelernt, sich über ein ausgeklügeltes Zeichensystem verständlich zu machen. Sie studiert und schreibt Geschichten. Das einfühlsame Porträt eines außergewöhnlichen Menschen und der Einblick in eine Welt, die der Umwelt normalerweise verschlossen bleibt.“ (Katalog DOK Leipzig 2011)
  • Wer hat Angst vorm schwarzen Mann

    2011, Regie: Elke Richter

    Wie leben schwarz gekleidete Menschen? Und, wie werden sie von der normalen Gesellschaft akzeptiert. In einem Szeneclub und bei einem Wave-Gothic-Treffen(WGT) stellte der Reporter fest, dass diese schwarz gekleideten Gestalten auch normale Menschen sind, wobei es verschiedene Richtungen gibt, und nicht alle schwarz herumlaufen. - Ein Film über die Gothic-Szene
  • Wie man ein Rohr verlegt

    2011, Regie: Duc Ngo Ngoc

    Thomas Kabinski findet Rohre geil.
    Schön groß müssen sie sein, lang und dick. Und dann gehören sie versenkt. Richtig tief rein.
    Der Azubi aus Berlin ist Tiefbauer aus Leidenschaft.
    Nur den Bagger – den darf der Hobby-Hip-Hopper nicht mehr fahren.