Animation

Kurzsuechtig 2018

  • #WTF

    2017, Regie: Anne Isensee

    Lenina und ihre Mutter könnten ein gemütliches Abendessen verbringen, wenn sie sich nicht in ihre weit entfernten Welten flüchten würden.
  • 1989 – Lieder unserer Heimat: Rote Beete

    2018, Regie: Schwarwel

    „1989 – Lieder unserer Heimat. Trickfilme von Schwarwel zwischen Schießbefehl, Mangelwirtschaft und Friedlicher Revolution“ ist ein Trickfilmprojekt, das sich die Ursachen und die Geschichte der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls zum Inhalt nimmt, um aus persönlicher Perspektive zu erzählen, was ein Unrechtssystem mit und aus den Menschen macht, die in ihm aufwachsen und leben. Dieses Projekt knüpft an die Trickfilme „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer“ (2014), „Leipzig von oben“ (2016) und „Schweinevogel – Es lebe der Fortschritt!“ (2009/2012) des Trickfilmstudios Glücklicher Montag (Produktion) und Schwarwel (Drehbuch und Regie) sowie an das Buch „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer. Der Almanach zur Friedlichen Revolution“ (Schwarwel, Prüwer, Augsburg u. a., Glücklicher Montag 2014) an. Der Fokus dieses Episodenfilms liegt auf der Betrachtung der DDR als Unrechtsstaat und einer Behandlung und Aufarbeitung der SED-Diktatur. Dabei widmen sich die einzelnen Episoden sehr persönlich und in weiten Teilen autobiografisch Themen wie der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands, dem Kalten Krieg, dem Schießbefehl, der Mangelwirtschaft, StaSi und MfS, der Kindheit und Jugend in der DDR, der Jugendbewegung und Opposition, Kirche, Sport und Staatsdoping, dem SED-Regime bis zur Friedlichen Revolution und dem Mauerfall.

    „1989 – Lieder unserer Heimat“ gliedert sich in 12 kurze, prägnante Themenkomplexe, die vermittels neu komponierter und eingespielter, stilistisch höchst unterschiedlicher Lieder erzählt und durch eine fließende Rahmenhandlung miteinander verwoben werden. Ein Reigen bekannt klingender Musikgenres von Russischer Volksweise über den deutschen Schlager, das Kinderlied, den Pop- und Rocksong bis hin zum Wanderlied dient dabei als dramaturgischer Bogen, in dem sich die Handlungen und Ereignisse von „1989 – Lieder unserer Heimat“ in Rückblenden, Träumen, Erinnerungen und Abenteuern des Autoren und seines Umfeldes vor den Augen und Ohren des Zuschauers spannen.

    In logischer Fortführung der semibiografischen Erzählung von „1989 – Unsere Heimat ...“ und der autobiografischen Story von „Leipzig von oben“ des Autors und Regisseurs Schwarwel basieren die Texte von „1989 – Lieder unserer Heimat“ auf Autobiografischem und von Zeitzeugen Erlebtem.

    Stilistisch gehen Regisseur Schwarwel und das Produktionsteam von Glücklicher Montag konsequent den Weg weiter, den sie mit „Schweinevogel – Es lebe der Fortschritt“ (2009), „Herr Alptraum und die Segnungen des Fortschritts“ (2011), „Richard – Im Walkürenritt durch Wagners Leben“, „1813 – Gott mit uns“ (beide 2013), „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer“ (2014) und „Leipzig von oben“ (2016) eingeschlagen haben:
    Klassische, handgemachte 2D-Animation auf dem aktuellsten Niveau.
    Tricktechnisch sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt: vom Funny-Trickfilm über Cartoons, politische Karikaturen, Collagen und Stop-Motion, Anima-DOK bis hin zu semirealistisch und realistisch gestalteten Charakteren und Handlungsorten … was auch immer am Besten zu den einzelnen Thematiken passt.

    In der Folge „Rote Beete“ wird eine düstere Textvariation des DDR-Kinderliedes „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ mit farbigen Bildern im „Lolek und Bolek“-Stil und einer naiv-süßen Liedinterpretation gebrochen.

  • Gute Nacht

    2016, Regie: Henning Backhaus

    „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.“ Zur Musik von `Gute Nacht` aus Franz Schuberts `Winterreise` wandelt eine Sockenpuppe durch verschneite Winterwelten. Expressionistische Schwarzweiß-Bilder wechseln zwischen Komik und Tragik. Der Protagonist findet bald sein selbst gewähltes Ende, während Schuberts unbehauste Reise erst beginnt.
  • Höchste Zeit, Herold!

    2017, Regie: Francie Liebschner

    Superheld und Papa Herold, gewandet in einen Superman-Kettenhemd-Einteiler, kampferprobt und den Umgang mit vielerlei Gefahr gewohnt, steht eine besondere Aufgabe bevor: Töchterchen Ursel möchte Papa rechtzeitig und bitte mit Geschenk zur Geburtstagsfeier empfangen.
  • Immergrün

    2017, Regie: Juliane Franke

    Ein Ort, an dem sich die Wirklichkeit langsamer bewegt, wenn man ausblenden kann, daß sich die Dinge außerhalb stetig ändern. Ich werde dort bleiben, bis es sich nicht mehr nach Flucht anfühlt.
  • Lepidoptera

    2017, Regie: Omani Frei

    Seele formt sich im unlösbaren Konflikt von Selbstentfremdung und Authentizität. (Zitat aus dem Text `Seele` von Dr. Alexander Wiehart zu Lepidoptera
  • Lotte - Between the Lines

    2017, Regie: siehe Darsteller

    Die deutsche Legetrickanimatorin Lotte Reiniger spricht über ihre Karriere, ihre Filme und ihr Leben. Ausschnitte aus einem Interview aufgenommen 1976 - bebildert in Jahr 2017.
  • Megatrick

    2017, Regie: Anne Isensee

    Eine kleine Metapher auf das Leben.
  • Obvious

    2017, Regie: Alma W. Bär

    Eine Observation am Meer. Doch wer beobachtet wen? Was ist wahr und was nicht? Und wer entscheidet das eigentlich?
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    An observation at the sea. But who is the observer, who the observed? What is true? And who can ever tell?
  • Paradies mit Laube

    2017, Regie: Sandra Barth, Anna Schöning

    Der Garten und das Paradies. Sie teilen sich die Wurzeln: etymologisch den Zaun, im weiteren Sinne die Sehnsucht und die Hoffnung.

    Der Schrebergarten: gestaltet.
    Das Jenseits: ausgemalt.
    Der Gärtner: ein Künstler.
    Der Künstler: schaffend.
    Der Fleischer? macht seinen Job.
  • Puppen

    2017, Regie: Lavinia Chianello & Tomas Creus

    Der Junge, der mittlerweile ein Mann geworden ist, sehnt sich nach seiner Kindheit in Italien zurück: dem Markt, den Stimmen, den Leuten. Das Schimmern eines kleinen Steines in einer Haarspange kann einen Sprung an den Sehnsuchtsort ermöglichen. Gedanken entstehen: „Was ist aus dem Mädchen geworden?“. „Hat sie nach mir gesucht?“ „Hätten wir uns lieben können?“ Erinnerungen wärmen, auch wenn ihr Feuer kalt brennt.
  • Regression

    2017, Regie: Juliane Saul

    Auf dem Planeten Trappist-1 wird eine außerirdische Kreatur von einem Menschen entdeckt und zum Leben erweckt. Zuerst zögernd, dann immer bestimmter verformt er die Figur. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen Mensch und dem Wesen, das erst vorsichtig, dann immer gewaltvoller verläuft.
  • Scharniere

    2017, Regie: Jonathan-David Wedler

    Wer erinnert sich noch an die Ticks, die man als Kind hatte? Erinnern sich Erwachsene daran, wie Ticks mit Ängsten und Zwängen verbunden sein konnten? Oder... hat man das vielleicht nie abgelegt?
  • Shine

    2017, Regie: Johannes Flick & Alexander Dietrich

    Zwei Wesen balzen um die Gunst eines Weibchens. Sie legen sich mächtig ins Zeug um sie mit ihrer Leuchtkraft für sich zu gewinnen, und der Kampf steigert sich zu einem wahren Feuerwerk.
  • Singularität

    2017, Regie: Piet Wenzel

    Der Superschurke Dr. Chaotikus stiehlt eine Experimentelle Energiequelle um eine ominöse Superwaffe fertig zu stellen. Dies ruft den Spezial Agenten Cyres auf den Plan, welcher mit nichts weniger, als der Rettung der Welt beauftragt wird.
  • Zu Zahm!

    2017, Regie: Rebecca Bloecher

    Sieben in Schubladen gesteckte Protagonisten sind in ihren Klischees und ihrem immer wiederkehrenden Alltag gefangen. Ihre Individualität ist nur eine scheinbare, denn allzu leicht lassen sie sich ihre Selbstbestimmtheit rauben - selbst wenn das Leben auf dem Spiel steht. Doch die Show muss weitergehen und der Rubel rollt. Applaus!