Lass uns über Narben sprechen, lass uns über dich und mich sprechen – oder nicht. Was ist (Liebe) Gewalt? Methoden aus der Traumatherapie wurden verwendet, um den transgenerationalen Zusammenhang zwischen Beziehungen und Gewalt offenzulegen.

In dem Essaykurzfilm „schmelzen“ geht es darum, wie erlernte Muster aus der Kindheit später in der Adoleszenz Beziehungen beeinflussen. Die Grenzen, ab wann ein Verhalten als Gewalt wahrgenommen wird, sind individuell und abhängig von gemachten Erfahrungen.
Eine Frau und ein Mann sind an einem See und wollen sich vielleicht besser kennenlernen. Eine weibliche und eine männliche Stimme sprechen synchron über Narben, Empathie und Gleichgültigkeit.
Die Schauspieler*innen und die Regisseurin machen während den Dreharbeiten systemische Aufstellungen, um verschiedene Perspektiven einnehmen zu können.
Die Regisseurin und ihre Mutter pflücken Tomaten in einem Gewächshaus. Zu sehen sind die Lücken eines Gesprächs über Gewalt, welche die drei Töchter der Mutter in Paarbeziehungen erlebt haben. Dem Publikum werden von der weiblichen und männlichen Stimme Fragen zu Gewalt gestellt.
Die Szenen im Gewächshaus werden unterbrochen von der Frau und dem Mann, die auf einer großen Schaukel schaukeln. Der Blick der Zuschauenden wandert von einem Bildrand zum anderen, ähnlich der EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) Methode aus der Traumatherapie.
Zum Schluss wird aus den Tomaten blubbernde Soße gekocht.

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Informationen

Format:
DCP
Produzent:
Silke Koerber
Drehbuch:
Silke Koerber
Kamera:
Sevda Güler, Monika Kostrzewa
Schnitt:
Silke Koerber
Schauspieler:
Joey Arand Robin Vehrs Ingrid Körber Silke Körber
Teilen auf:
Auszeichnungen:
nominiert für den Goldenen Herkules
Aufgeführt bei:
36. Kasseler Dokfest, 10. HHFT, Hessen Talents at Berlinale 2020
Gefördert durch:
Kunsthochschule Kassel