Lebenslänglich

Lebenslänglich

Liv Scharbatke

Jahr 2013 Genre Fiktion Länge 09:10

Jahrelang hat der verurteilte Mörder Karl (67) auf diesen Tag gewartet, doch als sich das Gefängnistor endlich hinter ihm schließt, macht ihm die lang ersehnte Freiheit Angst, denn draußen wartet niemand auf ihn. Gefangen in einer Welt, die ihm fremd geworden ist, führt ihn sein erster Weg in eine heruntergekommene Pension, wo er sich ein Zimmer mietet. Aber schon in der ersten Nacht lässt ihn die ungewohnte Umgebung nicht zur Ruhe kommen und so zerrt er die Matratze seines Bettes in das kleine Badezimmer, um dort, eingeklemmt zwischen Waschbecken und Klo, endlich schlafen zu können. Aber Karl gibt nicht auf, zu groß ist sein innerer Wunsch, wieder Teil der Gesellschaft zu werden. Auf der Suche nach menschlicher Nähe verlässt er schließlich sein Zimmer und wagt sich hinaus. Doch all seine Versuche draußen scheitern, denn die Menschen sind zu verhaftet in einer Welt, die für Karl zu schnell und zu laut geworden ist. Und auch der Versuch, mit alten Freunden in Kontakt zu treten, scheitert. So gibt es für Karl schließlich nur noch eine sinnvolle Lösung: Er will zurück ins Gefängnis.
Format
HDCam/DCP/Quicktime
Produktion
Elizabeth Kormanova & Marie-Sophie Volkenner
Drehbuch
Liv Scharbatke
Kamera
Conrad Lobst
Schnitt
Anne Goldenbaum
Musik
Dominik Giesriegel
Schauspieler
Reinhold Ohngemach Cornelia Constanze Orlow Maria Kempken

Aufgeführt bei

San Sebastian Film Festival / Französische Filmtage Tübingen und Dresden / Max Ophüls Film Festival

Gefördert durch

Arte / Atelier Ludwigsburg-Paris