Wettbewerbsteilnehmer Kurzsuechtig 2015

Animation

  • 1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer

    2014, Regie: Schwarwel

    Dieser Trickfilm erzählt semidokumentarisch die Ereignisse und die Geschichte der „Friedlichen Revolution“ in der DDR, die mit der Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig ihren entscheidenden Wendepunkt nahm hin zum Gelingen einer allumfassenden Wende, zum Mauerfall am 9. November und schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990.

    An diesem 9. Oktober wurde eine Staatsmacht durch den Willen der Menschen gebrochen und sie sah sich gezwungen, aus ihrer jahrzehntelangen Starre zu erwachen, um – viel zu spät – echte Demokratie zu wagen.

    Bei der Entfaltung der Handlung setzen die Macher für ihre Dramaturgie alle Genres vom klassischen Funny-Trickfilm über Cartoons und politische Karikaturen bis hin zu semirealistischen und realistisch gestalteten Charakteren und Backgrounds ein, um trotz oder gerade wegen der teilweise niederdrückenden Geschehnisse, die in diesem Film thematisiert werden, beim Betrachter die Lust am Leben, am freien Erzählen und an unglaublichen Wendungen zu entfachen – denn genau das war auch Ziel der „Friedlichen Revolution“: Freiheit.

    Wir folgen dabei den Lebenssträngen zweier Figuren, deren Leben genau so einzigartig wie gleichzeitig archetypisch für die späte DDR und ihre Bürger waren: mit all ihren Reglementierungen, Heilsversprechen und plumper Gleichschaltung gelang es der DDR-Führungsriege nie, die Persönlichkeit aus den Menschen in ihrem Land zu pressen – vielmehr erzeugte der Druck nur Gegendruck. Simple Physik.

    Als Blaupause diente die Familienvita von Regisseur und Drehbuchautor Schwarwel, der als gebürtiger Leipziger und „engagierter Bürger“ selbst ein aktiver Teil der „Friedlichen Revolution“ war – wie so viele andere, die vor 25 Jahren ihre Arschbacken zusammenkniffen und sich jeden Montag trotzig auf dem Karl-Marx-Platz zusammenfanden, um der Hausverwaltung einfach nur mitzuteilen: „Wir bleiben hier!“.

    Der Kurzfilm erzählt nicht nur, wie die DDR endete – er schafft auch spielerisch den Bogen bis zu ihren Anfängen, als Nazideutschland durch die Alliierten niedergerungen wurde und die Chancen für einen Neuanfang bei Stunde Null gegeben waren. Dabei versucht der Film – ganz im Gegensatz zu diesem reißerischen Aufmachertext – nicht zu werten und zu urteilen, sondern die Geschichte für sich sprechen zu lassen … und das mit möglichst vielen Stimmen.
  • Ausgebranntes Haus

    2014, Regie: Eva-Maria Arndt, Antje Kersten

    Der Film handelt vom ewigen Kampf zwischen dem Kriegsgott `Mexitili` und dem Vegetationsgott `Xipe`. Er soll die Zerrissenheit des Selbst, die in dem Gedicht beschrieben wird, aufgreifen und dem Betrachter durch die Verknüpfung dieser zwei Elemente - Gedicht und Film - weitere Interpretationsmöglichkeiten eröffnen
  • Das Bild in dem Bild in dem Bild in dem Bild

    2014, Regie: Catalina Giraldo Velez

    Das Fenster schließen. Sich selbst schließen. Die eigenen Erinnerungen beobachten. Schubladen öffnen zum Aufbewahren von Erinnerungen, die wir ständig suchen, herausnehmen oder wieder archivieren. Wir schlagen ein Buch auf, das das Buch unseres Lebens sein könnte. Das Bild in dem Bild in dem Bild in dem Bild ist eine Metapher für das Gedächtnis und die Nostalgie vergessener Zeiten.
  • Der Sumpf

    2014, Regie: Tilman Helbig

    `Der Sumpf` ist inspiriert durch eine gleichnamige Grafik von Alfred Kubin.
    Eine junge Frau durchquert einen düsteren, trostlosen Sumpf. Sie weiß, sie darf unter keinen Umständen die Ruhe dessen stören, was in dessen Tiefen lauert...
  • Detektyw Zarlok Holmes - Der Hungrige Detektiv Holmes

    2015, Regie: Mieszko Nowakowski

    Ein neuer Mordfall für Detektiv Holmes. Schnell ist ein Verdächtiger ausgemacht: Arthur Knort.
    Ein Whiteboard-Zeichentrickfilm des jungen Polnischen Filmemachers Mieszko Nowakowski (geb. 03.11.03), entstanden während des internationalen Trickfilm-Workshops ANIMA2015 in Dresden.
  • Die Angst des Wolfs vor dem Wolf

    2014, Regie: Juliane Jaschnow

    Blutrotes Licht flackert. Ein Heulen im Nichts. Die Vergangenheit wird zur Rüstung. Gleich, auf welcher Seite du stehst: Du wirst verlieren, wenn du bleibst, wer du bist.
  • Don`t eat my Cookie

    2015, Regie: Anselm Mende

    Gewöhnlich sind Trickfilmfiguren hart im Nehmen. Diese hier teilt allerdings auch aus und legt sich mit dem Regisseur an.
    Ein Silhouettentrickfilm von Anselm Mende (geb. 14.01.02), entstanden während des internationalen Trickfilm-Workshops ANIMA2015 in Dresden.
  • Downtown Billy

    2014, Regie: Karim Eich

    Eine visuelle Interpretation des 1992 erschienen Textes `Downtown Billy` von Charles Bukowski, in dem der Zuschauer Zeuge des Aufstiegs und Falles eines Boxers wird, mit dessen (Miss)Erfolg sich Bukowski in seinen späteren Jahren identifiziert.
  • Frenemy

    2014, Regie: Vera Lalyko

    Hund und Katz lassen keine Gelegenheit aus, sich eins auszuwischen. Bei einem Zwischenfall werden ihre Sprachen vertauscht - die Katze bellt und der Hund miaut. Alle verzweifelten Versuche, dieses Unglück rückgängig zu machen, scheitern. Schließlich werden aus Feinden Freunde.
  • haarig

    2015, Regie: Ulf Grenzer

    EIn haarsträubender Film über den Umgang mit persönlichen Problemen.
  • Luther`s last journey

    2014, Regie: Murat Haschu

    Der Animationsfilm von Murat Haschu basiert auf den Entwürfen der Tapisserie „Luthers letzte Reise“, die vom SEPIA – Institut für textile Künste in Halle angefertigt wurden. Der Film wurde als Trailer zu dieser textilen Arbeit entwickelt und ist eine eigene Interpretation der vorliegenden textilen Bilder durch den Autor.
  • Peshka

    2014, Regie: Olga Samokhvalova

    Teufel und Engel überbieten sich, der Welt Böses und Gutes zu schenken. Ein ewiges Spiel. Ein Silhouettentrickfilm der Russischen Filmemacherin Olga Samokhvalova (geb. 05.08.1993), entstanden während des internationalen Trickfilm-Workshops ANIMA2014 in Dresden.
  • Rosige Zeiten

    2014, Regie: Roland Regge-Schulz

    Die Liebesgeschichte von Ossi und Wessi. Eine Mauer trennt das Land der Schweine in zwei Königreiche. Oskar verliebt sich in eine Schweinedame auf er anderen Seite, doch wie können sie zueinander kommen?
  • Unterwegs

    2014, Regie: Meng Chang

    Der Film ist Meng Changs Selbstbekenntnis und erzählt von ihrem persönlichen Status, ihrem Gefühl, ihrer Meinung und ihrer Weltanschauung.
  • Watched

    2014, Regie: Richard Forstmann

    Immer und überall überwacht. Auf der Suche nach einem Ausweg geht es hoch hinaus.
  • Woe is me

    2014, Regie: Alma Weber

    Die Jugend einer Frau - ein langer Weg mit vielen Hindernissen. Blut fliesst. Andere Menschen und aeussere Einfluesse stellen sich ihr in den Weg und setzen ihr zu, bis sie schliesslich zusammenbricht. Am Ende liegt es an ihr selbst sich zu befreien und neu anzufangen.

Dokumentation

  • Der schöne Apotheker

    2013, Regie: Martha Runge

    Ein Film über die Bilder, die wir uns von anderen machen. Und ein Bild, das sich die Filmemacherin vom Apotheker macht , der einfach zu schön ist für die Apotheke.
  • Formalin und Spiritus

    2014, Regie: Iris Fegerl

    Formalin und Spiritus geht im Anatomischen Institut in Halle (Saale) auf eine Reise zu den Grenzen unserer Existenz. Die Anatomie beansprucht jener Ort zu sein„an dem der Tod sich freut, dem Leben zu helfen.“ Was diese Inschrift am Eingang vieler anatomischer Institute verdeutlicht, ist der besondere Bezug der Anatomie zum Leichnam. Denn hier werden die Körper freiwilliger Spender in die kleinsten Einheiten zergliedert.Im Gespräch mit einerAnatomin, ihren Mitarbeitern sowie mit Körperspendern wird deren Verhältnis zu Tod und Körper aufgerollt. Dabei wird deutlich, dass trotz professioneller Distanz zum Leichnam, die Geschichte des Körperspenders immer wieder hervortritt.
  • Germany ilu olokiki

    2013, Regie: Malte Fröhlich & Maria Kindling

    `Man wird älter, man merkt, dass man älter wird. Aber man hat auch das Gefühl, die Zeit steht still.`
    Germany ilu olokiki, Deutschland - ein berühmtes Land, entstand in Kooperation mit in Sachsen-Anhalt lebenden Flüchtlingen und lenkt den Blick auf einen nur schwer zu fassenden Alltag im Abseits unserer Gesellschaft.
  • Kathedralen

    2013, Regie: Konrad Kästner

    In China steht eine Stadt für 2 Million Einwohner komplett leer. Ordos ist kein Ort, sondern eine Immobilienblase babylonischen Ausmaßes. Doch sie platzt nicht - solange nur jeder daran glaubt.
  • STILL LIFE

    2013, Regie: Florian Fischer, Johannes Krell

    Die Filmemacher verlassen den klassischen Naturfilm, um Möglichkeitsräume zu öffnen, die das Natur- und Selbstverständnis verhandeln. Eine vertraute Umwelt bekommt befremdliche Züge und mäandert zwischen Stillstand und Bewegung, Realismus und Hypnose, Natürlichkeit und Künstlichkeit.
  • Szenen eines Abschieds

    2014, Regie: Alina Cyranek

    Martha, Anneliese und Esther sind fast neunzig Jahre alt. Sie verbindet die große Liebe und Leidenschaft zum Theater. Obwohl Tod und Abschied, Trauer und Vergänglichkeit an der Tagesordnung stehen und die Theaterarbeit überschatten, durchdringen Spielfreude, Spaß und Lust ihre Motivation. Sie sind aktive Senioren und ein perfekter Gegenpol zur Heim-und Sesseloma.

Fiktion

  • Die Brunnenfrau

    2014, Regie: Julia Finkernagel

    Eine Entwicklungshelferin soll in Afghanistan einen Brunnen bauen, doch die Dorfbewohner sind feindselig und der Brunnenbau wird mehrmals durch Unbekannte sabotiert.
    Erst als sie entdeckt, wer die Attacken verursacht hat, begreift sie, dass ihre westliche Vorstellung von dem, was gut für Menschen ist, in einem anderen Kulturkreis völlig anders bewertet sein kann. Eine Geschichte vom Helfenwollen und daran Scheitern.
  • Fünf Minuten Freundschaft

    2014, Regie: Daniel G. Schwarz

    NVA-Soldat Ralf Schaller patrouilliert zum ersten Mal mit seinem strengen Vorgesetzten die Grenze. Als dieser plötzlich den vorgeschriebenen Weg verlässt, sieht sich Schaller gezwungen zu handeln.
    Als ehemaliger DDR Grenzsoldat kommt der Berliner Schaller einmal im Jahr zurück an seinen alten Einsatzort. Wilde Natur überwuchert die einst kahl geschlagene Grenzregion, die Landschaft verändert sich rasant. Schaller erinnert sich, wie er hier während seiner Dienstzeit Angst und Misstrauen ausgesetzt war. Er sieht sich zum ersten Mal mit dem Gefreiten Mazze patrouillieren. Sein Vertrauen wird folgenreich auf die Probe gestellt und er muss erfahren, was Freundschaft in solch einer Situation bedeuten kann.
  • Mon chéri

    2015, Regie: Steve Bache

    An einem heißen Sommernachmittag wird der einsame Franklin zum ersten Mal zum Spielen mit anderen Kindern in seiner neuen Heimat eingeladen. Doch als sie ein neu bezogenes Haus erreichen und seine Mutter beobachten, kocht die Stimmung über – und Franklin muss wieder eine Rolle übernehmen, für die er nicht vorgesehen ist...
  • Moritz Winnebrock - ein moderner Waffenproduzent

    2014, Regie: Lilo Viehweg

    Moritz Winnebrock ist ein echt sympathischer Typ. Er ist der Waffenproduzent der neuen Generation. Alte Muster und Klischees funktionieren nicht mehr, wenn es darum geht, Gegner und Skeptiker zu überzeugen. Ein Film über Tabus, Wahrnehmung und Waffen. Diplomarbeit UDK Berlin 2013/2014
  • Red Dogz

    2014, Regie: Anne Chlosta

    Kim ist 23, sexy und hart im Nehmen. Sie lebt für ihre RED DOGZ, eine coole Ultragang. Zusammen bekämpfen sie ihre Erzfeinde, die BLUE BASTARDS. Als Kim sich Hals über Kopf in eine heiße Affäre mit dem Blue Bastard Ben stürzt,
    laufen die Dinge aus dem Ruder.
  • The Fantastic Love of Beeboy & Flowergirl

    2015, Regie: Clemens Roth

    Peter wird verfolgt von Killerbienen, Elsa sammelt exotische Blumen auf ihren Reisen rund um die Welt - doch was Liebe in Wirklichkeit ist, wird ihre wildesten Fantasien übertreffen.
  • Wiedersehen

    2014, Regie: Petr Eremin

    Zwei Freunde aus der Schulzeit, Linus und Alex, treffen sich wieder nachdem sie sich ein paar Jahre
    nicht gesehen haben. Sie versuchen sich einander
    wieder anzunähern, jedoch haben die beiden Freunde Schwierigkeiten wieder eine gemeinsame Sprache zu finden.