Ein werdender Vater besucht gemeinsam mit seiner Freundin seine im Sterben liegende Mutter, mit der Hoffnung sich ihr wieder anzunähern.

ANTON (33) besucht mit seiner Freundin MIA (30) seine unheilbar an Magenkrebs erkrankte Mutter HELGA (57), zu der er ein angespanntes Verhältnis hat. Der Grund für den Besuch ist das Mitteilen von Mias Schwangerschaft.
Nach einem kurzen Smalltalk am Kaffeetisch verlässt Mia aufgrund von Schwangerschafts-Übelkeit das Zimmer. Helga macht ihrem Sohn unterschwellig zum Vorwurf, dass er sich bei seiner Arbeit als Sozialarbeiter um andere Menschen kümmere, nicht aber um sie. Da Anton emotional mit der Situation überfordert ist, verlässt er den Raum. Er geht er in den Vorraum, wo er den Flyer eines Sterbehilfeinstituts findet.
Anton konfrontiert Helga damit. Sie bestätigt Antons Verdacht, dass sie Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchte und fragt, ob Anton und Mia sie zu ihrem Termin bei dem Institut fahren könnten.
Anton spricht sich dagegen aus. Mia unterstützt Helgas Vorhaben, da sie sich für ihren Großvater einen selbstbestimmten Tod gewünscht hätte.
Da Anton mit der Situation überfordert ist, verlässt er Helgas Haus und geht in den Garten. Nach kurzer Zeit kommt Mia zu ihm. Sie betont, dass es Antons Entscheidung ist, ob er seiner Mutter von ihrer Schwangerschaft erzählt oder nicht. Mia sieht, dass es besser ist, wenn sie Mutter und Sohn allein lässt. Deshalb geht sie, nachdem sie sich liebevoll von Anton verabschiedet hat.
Da Mia ihm neue Kraft gegeben hat, fasst Anton den Mut wieder zu seiner Mutter zu gehen. Als sein Blick im Esszimmer auf Fotoalben fällt, muss er an seine Kindheit denken. Um diese wieder gemeinsam mit Helga aufleben zu lassen, nimmt Anton ein Fotoalbum heraus und betrachtet die Bilder. Seine Mutter kommt zu ihm und gemeinsam gucken sie sich die Fotos an. Da Anton auf einem Kinderfoto seine damalige Lieblingssuppe – Brokkolisuppe – isst, kommt Helga darauf, dass Anton eine kochen könnte. Anton gefällt die Idee, weshalb er die Suppe zubereitet.
Als er mit der fertigen Suppe auf die Terrasse zu Helga tritt, sieht er sie in einem geglaubt unbeobachteten Moment leiden. Dadurch realisiert Anton, wie schlecht es seiner Mutter wirklich geht.
Aufgrund dessen und weil das Essen der Suppe an unbeschwerte, gemeinsame Zeiten erinnert, kann Anton sich Helga weiter annähern. Dadurch, dass Anton sich seiner Mutter wieder verbundener fühlt, schafft er es ihr von Mias Schwangerschaft zu erzählen. Dies führt dazu, dass Mutter und Sohn sich emotional noch näher kommen. Anton setzt sich neben Helga. Mutter und Sohn umarmen sich.

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Informationen

Produzent:
Julia Zornemann
Drehbuch:
Sophie de Frenne
Kamera:
Tim Strecker
Schnitt:
Marcel Weiß
Musik:
Fabian Isikci
Schauspieler:
Robert Speidel - Anton Bettine Beer - Helga Laura Sophia Becker - Mia
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Gefördert durch:
die medienakademie Berlin