Dokumentation

Kurzsuechtig 2017

  • #alwaysON - eine digitale Story über Lost

    2016, Regie: Florian Froger

    Sebastian Fiala alias Lost.Aiming war schon immer ein leidenschaftlicher Videospieler. Anfang 2015 entschied er sich dazu, in seiner eigentlichen Beschäftigung als Heilerziehungspfleger ein Sabbatjahr einzulegen und seine Tätigkeit als Let´s Player und Video-Blogger zum Beruf zu machen. Der experimentelle Dokumentarfilm über Losts Werdegang spielt auf einer Desktop-Oberfläche, auf welcher der User eine digitale Reise durch verschiedene Plattformen und Portale unternimmt.
  • 95-100-102

    2016, Regie: E. Bussian

    Ein 95jähriger Mann, eine 100jährige Frau und ein 102jähriger Mann erzählen aus ihrem Leben.
  • Ailleurs en moi (Anderswo in mir)

    2016, Regie: Aude Benhaïm

    Meine Herkunft war mir lange unbekannt. Als ich mit 14 Jahren von ihr erfuhr, stürzten eine Vielzahl an Fragen, meine Identität betreffend, auf mich ein. 2015 begab ich mich auf die Suche nach meinen nordafrikanischen Wurzeln. Eine Reise zu mir selbst, die mich bis an den Rand der Wüste führte.
  • Alte Kamellen

    2016, Regie: cylixe

    Im Winter 2013 kam mein Vater ins Rentenalter. Sein Leben lang hatte er in der Metzgerei gearbeitet. Er war 3 mal verheiratet, zuletzt mit meiner Mutter, wurde 3 mal geschieden und hat 3 Kinder gezeugt. Seine Welt bestand aus Arbeit, sein Weltbild aus klarer Rollenverteilung. Ein deutscher Mann, Jahrgang 1948 eben. Das alles wurde mit dem Ende seiner beruflichen Karriere in Frage gestellt. Im Film erzählt er von dunklen Gedanken, seiner Angst vor der Welt und panischer Suche nach Sinn. Und von seiner Therapie. Mein Vater ist kein außergewöhnlicher Mann, seine Geschichte nicht einzigartig. Und genau deshalb muss sie erzählt werden. Das Bild des starken, pragmatischen Mannes, definiert durch seine Versorger-Fähigkeit und Gefühlskälte hat eine ganze Generation beeinflusst...
    und deren Kinder. Interviews während einer Reise, einige Fotografie und Einblicke in seinen neuen Alltag zeichnen das Bild eines Stereotyp, um es dann auseinander zu nehmen und hinter die Fassade zu blicken. Es gilt zu erforschen, woher der Mythos Mann kommt, welche prägenden Elemente meinen Vater zu dem machten, an dem er heute verzweifelt und wie er einen Ausweg findet.
    Dieser Film wurde durch Förderung des ersten Villacher Filmstipendiums produziert.
  • Geld im Niemandsland

    2015, Regie: Marcel Dally

    Wir gehen der Frage nach, welchen Effekt es haben wird, wenn das Onlineshopping in den Mittelpunkt unseres Lebens rückt. Man kann die Frage weiterführen. Wohin wird es gehen, wenn die Digitalisierung ganz mit uns einhergeht. In diesem Film jedoch konzentrieren wir uns vorerst auf das Onlineshoppen.
  • Hingabe

    2016, Regie: Conrad Winkler

    Der Film gibt Einsicht in das Leben eines jungen ambitionierten Bodybuilders und begleitet ihn über ein Jahr hinweg bei der Vorbereitung auf seinen zweiten Wettkampf. Dabei steht vor allem seine ehrgeizige Persönlichkeit im Mittelpunkt. Es gibt kein Geprotze, kein Lobpreisen des Sports. Vielmehr wird die Frage gestellt, wie weit man gehen kann, um sein oberstes Ziel zu erreichen, wo die physische und psychische Belastungsgrenze liegt.
    `Hingabe` porträtiert unvoreingenommen einen extremen Lebensstil und zeigt eine Welt des Bodybuildings, von der viele ein sehr klischeebehaftetes Bild haben. Dieser Film ist Egozentrik, Selbstironie, harte Arbeit und natürliches Bedürfnis, aber in jedem Fall Hingabe an ein oberstes Ziel: Besser zu werden.
  • Imbiss

    2016, Regie: Christoph Eder & Jonas Eisenschmidt

    Die Dokumentation “Imbiss” erzählt von einer griechischen Familie, die auf der Insel Lesvos einen florierenden Kiosk betreibt – Ihre einzigen Kunden: Gerade angekommene Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des mittleren Osten.
  • Kalbe

    2015, Regie: Deborah Uhde

    Der Film Kalbe ist eine experimentelle Dokumentation über die leisen Töne geschichtlicher Mühlsteine.
    Eine kleine Stadt im ehemaligen Zonenrandgebiet.
    Hier findet sich Anfang 1945 ein zehnjähriges Mädchen wieder, das mit ihren Eltern vor dem Krieg geflohen ist. 70 Jahre später treffe ich Frau Bertz, die ich durch meinen Aufenthalt in der Künstlerstadt Kalbe kennenlerne. Ich suche die Orte ihrer Erzählungen auf und das Zusammenspiel der verschiedenen Zeitebenen mit der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Situation entwickelt eine eigene Dynamik. Entstanden ist der Film 2014 - 2015 kurz vor dem sprunghaften Anstieg der Flüchtlingsbewegung.
  • Medanit

    2015, Regie: Sarah Noa Bozenhardt

    Ein zärtliches Portät der 23-jährigen sehbehinderten Mutter Aster Assefa und ihrer kleinen Tochter Bethi.
  • Nieder mit Hitler

    2015, Regie: Jochen Voit

    Der 86-jährige Gerhard Laue kehrt in seine Heimatstadt Erfurt zurück, um jungen Leuten die vergessene Geschichte seiner fünf Schulfreunde zu erzählen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Ratsgymnasiums Erfurt begibt er sich auf die Spur der fünf Jugendlichen, die es 1943 wagten, mit Flugblättern gegen Hitler und den Krieg zu protestieren.

    Die Mitglieder der Widerstandsgruppe lernen sich 1942 in der Klasse H1a auf der Erfurter Handelsschule kennen. Jochen Bock und Joachim Nerke schreiben zunächst Parolen wie „Nieder mit Hitler“ und „Schluss mit dem Krieg“ an Schutzhütten im Steigerwald. Später verfassen die Jugendlichen ein Flugblatt, auf dem sie „Frieden, Freiheit, Brot“ und ein „Ende des Hitler-Blutterrors“ fordern. Die Widerstandsgruppe wird von verschiedenen Seiten verraten und von der Gestapo verhaftet. Die Fünf haben Glück, dass die Anklage letztlich nicht `Hochverrat` lautet, sondern „Rundfunkverbrechen“ und „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“. Sie entgehen der Todesstrafe und kommen mit Haftstrafen davon.

    In ihren Schlussworten bewegt die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Ratsgymnasiums Erfurt besonders der Mut und die Entschlossenheit, mit der Jochen Bock und seine Freunde agierten. Der Film erzählt die Geschichte der Widerstandsgruppe und stellt zugleich die Frage, wo die Grenzen der persönlichen Freiheit in Diktatur und Demokratie liegen.
  • SKYWRITERS

    2016, Regie: Nils Otte

    Der Himmel ist ihre Leinwand, das Flugzeug ihr Pinsel.
    Seit mehr als 90 Jahren schreiben die Stinis Geschichte in Sachen Skywriting.
    Diese Dokumentation blickt erstmals hinter die Kulissen dieser fliegenden Wolkenfabrik und entführt uns in die Lüfte – zwischen Höhenflug und Verzweiflung.
    Denn: Auch für die erfahrensten Piloten ist Skywriting ein täglicher Kampf gegen Wetter, Zeit und Nerven.
  • Sunday Gaze

    2016, Regie: Stefan Ringelschwandtner

    Der Film `Sunday Gaze` zeigt Gesichter, die direkt in die Kamera blicken. Keine Handlung. Kein Tun. Was erzählt das Antlitz eines Menschen in 30 Sekunden oder einer Minute? In einer Welt der Entfremdung und Schnelllebigkeit schafft der Film Raum und Zeit, eine Person lange und intensiv zu betrachten.
  • Third Culture Kid

    2015/16, Regie: Thomas Brück

    Die Arbeit `Third Culture Kid` untersucht auf selbstreflexive Weise das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen und die daraus entstehenden Folgen. Persönliche Kindheitserfahrungen werden aus heutiger Sicht aufgearbeitet und hinterfragt. Eine Zeitreise, die in der Gegenwart mündet.
  • ÜBER DRUCK

    2016, Regie: Sebastian Binder

    Ein jeder kennt ihn, ein jeder hat ihn. Kein Druck im Kessel heißt Stillstand. Dennoch scheint er stets zu groß. Druck ist nicht greifbar, Druck ist meist unsichtbar. Doch ist er erst hoch genug, lastet er spürbar. “ÜBER DRUCK“ forscht filmisch nach den Umgangsformen im Alltag. Zeigt Wahres, zeigt Persönliches, zeigt Überraschendes. Ein buntes Stimmungsbild zum Mitdenken.
  • Um uns die Welt - Osteuropäische Wanderarbeiter in Deutschland

    2016, Regie: Hanna Fischer

    Schwere Fälle von Arbeitsausbeutung sind der Öffentlichkeit längst bekannt. Besonders betroffen sind Wanderarbeiter aus östlichen EU-Ländern. Im Film erzählen uns drei von ihnen ihre Geschichte: Ein bulgarischer Bauarbeiter, der auf den Straßen Frankfurts lebt und jeden Tag damit verbringt, Flaschen zu sammeln. Eine rumänische Frau, die mit ihren beiden Töchtern in einem Hotelzimmer lebt und sich täglich auf die Suche nach einer neuen Anstellung begibt. Und ein bulgarischer Rentner, der als LKW-Fahrer sein Geld verdient, um für seine Familie zu sorgen. Seit vier Monaten lebt er in seinem Truck. Der Alltag der drei ist geprägt von Monotonie und sozialer Isolation. Und trotzdem: Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein sicheres Leben.
  • Umschreiben

    2017, Regie: Felix Leffrank

    Ein Zwiegespräch in dem über das Umschreiben eines Ereignisses verhandelt wird. Was umschrieben wird ist die Missenterpretation eines Gesichts mit dramatischen Folgen. Die Interpretation der Gesichter der beiden Darsteller wird erschwert, durch technische oder biologische Umstände.
  • Vendeplov - Portrait eines seltenen Feldsports

    2016, Regie: Elisa May

    Vendeplov erzählt die Geschichte von Sebastian, der auf der Suche nach der perfekten Furche ist. Er ist Leistungspflüger und Perfektionist. Genau das macht ihn zum dreifachen deutschen Meister. Der Film zeigt Sebastians Training, seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft und seine Leidenschaft für ein ausgefallenes Hobby. Außerdem führt uns die Dokumentation zu der Frage, warum wir die Dinge tun, die wir lieben - auch wenn sie für andere manchmal schwer zu verstehen sind.
  • Von der Kunst zum Propheten

    2017, Regie: Paul Schlesier

    Eine Kurz-Mockumentary über Johannes Kailett,
    einer der vielleicht wichtigsten, empathischsten Künstler unserer Zeit. Er kocht seine Nudeln auch nur mit Wasser und dennoch: Was ist es, was ihn so stilprägend und so wichtig für diese und die nachfolgenden Generationen macht?
    Dieser Dokumentarfilm versucht ein filmisch zeitliches Portrait zu zeichnen, welches das Wesen und die Seele des Johannes Kailett für den Zuschauer beleuchtet und auch eine Konfrontation mit der derzeitigen Lage auf dem Kunstmarkt nicht scheut.