Dokumentation

Kurzsuechtig 2015

  • Behind the Screens – ein Blick hinter Grafikdesign aus Berlin

    2014, Regie: Sabina Stahler

    Eigentlich will niemand Grafikdesigner werden. Man wird es dann doch, weil die Brüder sagen, zum Fußballer sein braucht man Abitur, weil die Logos der Ice-Hockey-Liga gefallen. Hat die Firmengründung dann die Welt verändert oder die Welt die Firmengründung? Ein Blick hinter Grafikdesign aus Berlin in vier Interviews.
  • BONE IDOL

    2014, Regie: Frank J. Hofmann

    Well known Australian artist Linde Ivimey exhibits a splendid selection of her new works at a Berlin art gallery. She talks about her work and inner motifs.
  • Call Of The Wild

    2015, Regie: Frank J. Hofmann

    When the first European settlers arrived in New Zealand in the early 19th century, they introduced a variety of mammalian predetors such as rats, stoats, cats and dogs that caused ectintion of almost half of NZ`s endemic birds.

    In 1914 the Laughing Owl or Whekau (Maori) became extinct. 100 years later, in 2014, New Zealand artist Hayden Fowler is looking for a new and contemporary language of mourning the loss. In a unique art performance he reenacts the specimen and transforms himself into a medium of vital memory.
  • De/Construct Utopia Anew

    2013/2014, Regie: Hannah Sieben, Leipzig/ Deutschland

    Jede Gesellschaft hat ihre Utopien. Und ihren Umgang mit Vorangegangenen. Leipzig-Grünau 2013. Eine gesellschaftliche Utopie erfährt ihre architektonische Dekonstruktion – mit Brachialität und Zärtlichkeit zugleich. Und führt uns damit in die Gegenwart. Welche Utopie wagen wir heute die Unsere zu nennen?

  • Der schöne Apotheker

    2013, Regie: Martha Runge

    Ein Film über die Bilder, die wir uns von anderen machen. Und ein Bild, das sich die Filmemacherin vom Apotheker macht , der einfach zu schön ist für die Apotheke.
  • Formalin und Spiritus

    2014, Regie: Iris Fegerl

    Formalin und Spiritus geht im Anatomischen Institut in Halle (Saale) auf eine Reise zu den Grenzen unserer Existenz. Die Anatomie beansprucht jener Ort zu sein„an dem der Tod sich freut, dem Leben zu helfen.“ Was diese Inschrift am Eingang vieler anatomischer Institute verdeutlicht, ist der besondere Bezug der Anatomie zum Leichnam. Denn hier werden die Körper freiwilliger Spender in die kleinsten Einheiten zergliedert.Im Gespräch mit einerAnatomin, ihren Mitarbeitern sowie mit Körperspendern wird deren Verhältnis zu Tod und Körper aufgerollt. Dabei wird deutlich, dass trotz professioneller Distanz zum Leichnam, die Geschichte des Körperspenders immer wieder hervortritt.
  • Germany ilu olokiki

    2013, Regie: Malte Fröhlich & Maria Kindling

    `Man wird älter, man merkt, dass man älter wird. Aber man hat auch das Gefühl, die Zeit steht still.`
    Germany ilu olokiki, Deutschland - ein berühmtes Land, entstand in Kooperation mit in Sachsen-Anhalt lebenden Flüchtlingen und lenkt den Blick auf einen nur schwer zu fassenden Alltag im Abseits unserer Gesellschaft.
  • Herr Meier

    2014, Regie: Florian Schurz

    Ein Men­sch und sein Ort. Frag­mente einer Biographie.

    Zwis­chen einer Schule und einem Fried­hof liegt das kleine, beschauliche Grund­stück von Herr Meier, der dort die Pen­sion “Zum Geheimtipp” führt.

    In Tableau Vivant’s und langsamen Fahrten ent­lang des Grund­stücks unter­sucht die Kam­era sys­tem­a­tisch den Ort, den Herrn Meier für sich und seine Gäste geschaf­fen hat. Gle­ichzeitig erzählt Herr Meier aus dem Off von ver­schieden Abschnit­ten seines Lebens.

    In der Unter­suchung des Ortes und Herrn Meiers Geschichte ver­suche ich das frag­men­tarische Por­trait eines Men­schen zu entwer­fen, dass sich immer wieder wan­delt und nie abgeschlossen sein kann.
  • Hier

    2013, Regie: Sandra Barth, Katharina Knust

    Eine Gruppe Jugendlicher trifft sich täglich an ihrem Ort in der Innenstadt. Man muss sich nicht verabreden, denn alle anderen werden auch da sein. Ein Film über Freundschaft und eine Zeit, die einmalig ist.
  • in der mitte aller dinge

    2013, Regie: Nick Teplov

    Wofür steht der Stein in mir?
  • Johannes - Vergib uns unsere Schuld

    2014, Regie: Friederike Lenz

    Als 17-jähriger Neonazi schlägt Johannes K. Peter D. tot. Heute hat er seine Haftzeit abgesessen und äußert seine Gedanken im sachlichen Ton darüber, wie es zu dem Todschlag gekommen ist und welche Rolle seine schwierige Sozialisation dabei gespielt hat. Sein heutiger Umgang mit Schuld und seinen Wiedereintritt in die Gesellschaft nach Verbüßung der Haftstrafe wird kritisch beleuchtet.
  • Kathedralen

    2013, Regie: Konrad Kästner

    In China steht eine Stadt für 2 Million Einwohner komplett leer. Ordos ist kein Ort, sondern eine Immobilienblase babylonischen Ausmaßes. Doch sie platzt nicht - solange nur jeder daran glaubt.
  • Krippelkiefer

    2014, Regie: Stefanie Meyer

    Stefan „Sterni“ Mösch führt ein Leben zwischen Hartz IV, Bewerbungsschreiben und Auftritten seiner Band `de Krippelkiefern`. Mit sarkastischem Humor kommentiert er sein Leben als Historiker ohne Job und Zukunft. Um den tristen Alltag zu entfliehen, sucht er in der Musik die versprochene Freiheit und flüchtet sich in sein zweites Leben als Musiker. Ein Porträt eines ungewöhnlichen Menschen in einer sehr gewöhnlichen Situation.
  • LEUNA

    2013, Regie: Emerson Culurgioni, Jonas Matauschek

    Der Film beobachtet im Verlauf eines Tages verschiedene Personen in ihrer gemeinsamen
    ländlichen Umgebung, die von der Präsenz einer Industrieanlage geprägt ist. Ihre Perspektiven erzählen vom Verhältnis zwischen Mensch und Industrie.
  • Mit Knoten und Scheitel

    2014, Regie: Paula Schumann

    MIT KNOTEN UND SCHEITEL ist ein Kurzdokumentarfilm über die alte Dame Marianne - die Urgroßmutter der Regisseurin- , die sich 94 Jahren in dem Mikrokosmos ihrer Stadt bewegte.
    Wir können heute in 7 Stunden nach New York fliegen, Marianne`s weiteste Reise unternahm sie im Alter von 16 Jahren mit dem Fahrrad nach Bayern.
    Sie wurde getrieben vom Wandel der Zeit und der Staatsformen und ist dennoch immer an einem Ort geblieben.
    Den Zuschauenden schickt sie jedoch auf eine lange Reise, begonnen in den frühen 20er Jahren.
    Das Altwerden ist Marianne lästig und mit den neuen Hilfsmitteln will sie sich erst recht nicht anfreunden, soll doch jemand anderes, der vielleicht noch schlechter hört ihr Hörgerät tragen, ihre Brille aufsetzen oder ihren Rollator benutzten, den sie jedoch ausschließlich als `ihren Wagen“ bezeichnet.
    Marianne würde sich viel lieber mit schöneren Dingen beschäftigen, sie liebt Blumen und kennt so gut wie jede Art, sie mag es, auf ihre Äußeres zu achten und sich ein wenig aufzubretzeln wenn sie Besuch bekommt, 2 mal im Monat kommt die Friseurin zu ihr , die sie nun schon seit sehr vielen Jahren kennt.
    Ihre größte Leidenschaft ist das Canastaspielen mehrmals in der Woche bekommt sie Besuch und freut sich schon am morgen auf die Spielrunde am Nachmittag.
    Die Besuche ihrer Familie und ihrer Bekannten und Freunde sind für Marianne Ausflüge in die Welt, die sich für sie nur noch vor ihrem Fenster, fern ab von ihr abspielt – Sie genießt es wenn sie Besuch bekommt und lebt auf, erzählt von früher und fühlt sich ein klein wenig jünger und beteiligter an allem was sonst draußen vor der Tür in der echten Welt ohne sie stattfindet.
  • Moj Oswiecim

    2015, Regie: Nils Otte

    Wo fängt Geschichte an uns zu berühren? Ich begleite eine Gruppe junger Theaterschaffender auf ihrer Suche. Drei Tage, 1100km, auf den Wegen von damals. Eine experimentelle Zugreise nach Auschwitz, bei der unsere junge Generation nach einer neuen Haltung, nach ihrer Haltung, zu einem so belasteten Thema wie dem Holocaust sucht.
  • STILL LIFE

    2013, Regie: Florian Fischer, Johannes Krell

    Die Filmemacher verlassen den klassischen Naturfilm, um Möglichkeitsräume zu öffnen, die das Natur- und Selbstverständnis verhandeln. Eine vertraute Umwelt bekommt befremdliche Züge und mäandert zwischen Stillstand und Bewegung, Realismus und Hypnose, Natürlichkeit und Künstlichkeit.
  • Szenen eines Abschieds

    2014, Regie: Alina Cyranek

    Martha, Anneliese und Esther sind fast neunzig Jahre alt. Sie verbindet die große Liebe und Leidenschaft zum Theater. Obwohl Tod und Abschied, Trauer und Vergänglichkeit an der Tagesordnung stehen und die Theaterarbeit überschatten, durchdringen Spielfreude, Spaß und Lust ihre Motivation. Sie sind aktive Senioren und ein perfekter Gegenpol zur Heim-und Sesseloma.
  • These Boots Are Made For Rollin

    2014, Regie: Vivien Hartmann

    Eine Frau, die sich gegen Konventionen und starre Rollenmuster auflehnt. Marta ist Journalistin und spielt Roller Derby. Eine rasante Sportart, die auf Rollschuhen ausgeübt wird. Es geht darum Punkte zu sammeln und sich gegenseitig umzuhauen. Sie hat die erste deutsche Roller Derby Mannschaft `Die Stuttgart Valley Rollergirlz` mitgegründet. Ihr Spielername ist Polly Purgatory und sie bereitet sich gerade mit ihren Mitspielerinnen: Blitzkrieg Baby, Teaze the Tiger, Chibi Chibster u.a., auf das Endspiel der Saison vor. Polly und ihrem Team, sowie Becks, die bei den Newbies trainiert, geht es um Selbstbestimmtheit, Anderssein und darum selber mitzugestalten. “Ein grassroots sport, von der Pieke auf ‘von uns für uns’.” (Polly Purgatory).
  • Umwege

    2014, Regie: Jessy Asmus

    In dem Film „Umwege“ hat sich Jessy auf eine Reise in ihre Vergangenheit begeben. Zu ihrem Vater konnte sie nie eine Beziehung aufbauen. Nachdem sie den Mut gefasst hat den Kontakt zu ihm aufzunehmen, erfuhr sie, dass er Fernfahrer ist. Um ihn kennenzulernen, begleitete sie ihn mit ihrer Kamera auf einer seiner Fahrten quer durch Europa. Der Film ist ein persönliches Resume, das versucht, die Missverständnisse der Vergangenheit aufzuklären, um vielleicht eine neue Vater-Tochter-Beziehung zu gestalten.
  • Vexation

    2014, Regie: Annett Wittick/Eik Jacob

    Das Klavierstück VEXATIONS von Erik Satie gilt als eines der längsten Werke der Musikgeschichte, da der französischen Komponist es erst nach einer 840maligen Wiederholung als formvollendet ansah. Armin Fuchs stellt sich dieser Aufgabe und benötigt dafür mehr als 28 Stunden. Begleitet von einem Wissenschaftler, der seine Hirnströme misst, spielt Armin Fuchs ohne Unterbrechung und verschiebt damit die Grenzen seiner eigenen Wahrnehmung.
  • Wallas On Velos

    2015, Regie: Alton Valadares

    ‘Wallas on Vellos’ is a film about 4 men in the city of Mumbai whose lives are linked together by a common element; they all make their living on bicycles. The film follows Sabir who sharpens knives (churi walla), Abdul, a milkman(doodh walla), Namdeo, a lunch box deliveryman (dabba walla) and Imran who sells cold drinks (cold drink walla), as they make their way through the chaotic streets of this teeming metropolis on their bicycle.
  • Was Du nicht siehst

    2013, Regie: Till Krücken, Bastian Bischoff

    `Der Film soll zeigen, wie wir nun mal sind.` Das war der Satz, der Alle zusammenbrachte, der gemeinsame Nenner auf dem sich alle im Juni 2012 trafen. `...und er soll zeigen, dass es eine Chance und immer wieder einen Weg aus schwierigen Lebenssituationen gibt.` Das war der Wunsch der jungen Erwachsenen vom Freiwilligen Sozialen Trainingsjahr (FSTJ) in Jena Lobeda.
    Wer sind die jungen Menschen, die f?r ein Jahr in der Einrichtung mit dem Namen FSTJ unterst?tzt und begleitet werden? Das war die vordergr?ndige Frage, die Gianna Hennig (Theaterp?dagogin) und Till Kr?cken (Filmemacher) interessierte.
    Aus dem Interesse entstand eine Dokumentation, die einen ehrlichen und ungesch?nten Einblick in das Leben der Teilnehmerinnen gew?hrt.
    Sie zeigt was die jungen Erwachsenen bewegt, mit welchen Hindernissen sie in ihrem Leben zu k?mpfen haben und was ihnen Perspektiven bietet.
    M?glich machten dies die Sozialp?dagoginnen Liliane Holland Reichert und Helga Sachse vom FSTJ und das Jugendamt Jena.
  • Z Kiew redt me Mundaart - Albert Bächtolds phantastische Reise.

    2014/2015, Regie: Christina Ruloff, CH

    Director’s Statement/Synopsis zum Kurzfilm Projekt
    „Z Kiew redt me Mundaart“ - Albert Bächtolds phantastische Reise.
    Albert Bächtold (1891-1981), der grosse Schweizer Mundartdichter aus Wilchingen im Kanton SH, eine schillernde Persönlichkeit (Adolf Muschg hat ihn „den Faulkner der Schweiz“ genannt), droht in Vergessenheit zu geraten. Dieser Kurzfilm will ihn, seine bewegte Lebensgeschichte, sein Werk und seine Mundart vergegenwärtigen, dem heutigen Publikum - aller Generationen und aller Kantone - wieder zugänglich machen. Dies mit einem professionellen Team mit dem renommierten Schweizer Schauspieler Andrea Zogg. Szenen aus der Vergangenheit werden durch eine Art audiovisuelles (Illustrationen/Teilanimation) musikalisches Hörspiel bespielt. Der Vorzug dieser experimentellen Lösung: Der Mundart-Experte und Leiter der Bächtold-Stiftung, Hans Ritzmann, wird Passagen aus Bächtolds Werk, vorlesen. Dieses neue Element wird das authentische Erlebnis von Bächtolds Mundart-Werk hörbar intensivieren, und somit wird auch noch ein neue Form geschaffen: Ein musikalisches Hörspiel im Film, das den Zuschauer in eine eigene Welt entführt...

    Die Handlung des Drehbuchs verläuft auf zwei Ebenen: In der Rahmenhandlung flüchtet sich eine junge Frau vor dem Regen in ein Antiquariat, greift mehr zufällig nach einem Buch Bächtolds, wird – geleitet und begleitet von den Erzählungen des Antiquars – in Bächtolds Welt, in Bächtolds Leben hineingeführt und verlässt schliesslich das Geschäft, indem sie zwei Bücher Bächtolds mit sich nimmt. Die zweite Ebene, die Binnenerzählung sozusagen, konstituiert sich aus elf Szenen, Ausschnitten aus Bächtolds Leben bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr. Vier dieser Szenen sind Realfilme, sieben sind die ursprünglich animiert geplanten Sequenzen, die sich auf Bächtold Erlebnisse ausserhalb des bekannten schweizerischen Umfelds beziehen.
    Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist archetypisch: Der junge Mann von einfachster (kleinbäuerlicher) Herkunft, der Landschullehrer wird (er hätte studieren wollen), ausbricht aus der provinziellen Enge – er reist zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nach Russland und in die USA – , erfolgreich und reich wird (und schliesslich all sein Geld wieder verliert).
    Bächtolds ereignisreiche Lebensgeschichte reflektiert also sozusagen eine menschliche Ur-Erfahrung und insofern bietet sie auch ein Identifikationsangebot für den Zuschauer, ob Jung oder Alt. Zuerst einmal wird allerdings die junge Frau in der Rahmenhandlung davon angesprochen und „verwandelt“ – das musikalische Motiv, das sie begleitet, wenn sie das Antiquariat verlässt, wird dasselbe sein, mit dem Bächtold aus seiner Schulstube aufgebrochen ist.